Curcuma – Wirkung, Dosierung, Nebenwirkungen, Nutzen, uvm.

curcuma

Was ist Curcuma?

Curcuma ist eine aus Indien stammende, vor allem als Gewürz bekannte Pflanze, die zur Familie der Ingwergewächse (lateinisch: Zingiberaceae) gehört. Sie wird auch als Gelber Ingwer, Safranwurzel, Gelbwurz oder Gelbwurzel bezeichnet.

Die Hauptanbaugebiete für Curcuma liegen noch heute in Indien, wo die Gelbwurzel (Curcuma longa oder Curcuma domestica Valeton) seit 4000 Jahren zu den wichtigsten Gewürzen zählt und in der traditionellen indischen Heilkunst (Ayurveda) zum Einsatz kommt (1). Indien ist das größte Anbauland und verbraucht selbst etwa 80 Prozent der Welternte. Im tropischen Klima Südostasiens gedeiht der Javanische Gelbwurz (Curcuma zanthorrhiza Roxb). Während in Indien Curcuma überwiegend getrocknet verwendet wird, ist in der südostasiatischen Küche (in Thailand und Indonesien) eher der geriebenen, frische Gelbwurz verbreitet. Der frische Wurzelstock schmeckt harzig und hinterlässt einen brennenden Geschmack im Mund. Ist er getrocknet, zeichnet ihn ein mildwürziger, leicht bitterer Geschmack aus. Curcuma beider Arten stimuliert sekretorische Drüsen wie die Bauchspeichel- und die Speicheldrüse und regen zu einer vermehrten Sekretion von Gallensäuren an. In der europäischen Küche ist Curcuma als Bestandteil von Currypulver bekannt, als preiswerter Safranersatz oder als Lebensmittelfarbstoff in Senf, Margarine, Wurst- und Teigwaren, wo er als Inhaltsstoff E100 ausgewiesen wird. In der kosmetischen Industrie wird er als Farbstoff CI 75300 deklariert.

Das als Arznei verwendete Curcuma longa (angegeben auch als Curcumae longae rhizoma) stammt aus Indien, China und Indonesien, der Japanische Gelbwurz (gekennzeichnet als Curcumae longae rhizoma) wird ausschließlich aus Indonesien importiert. Die Qualitätsmerkmale für die Verwendung als Arznei sind im Europäischen Arzneibuch (Pharmacopoeia Europaea) festgeschrieben (2).

Der Name Curcuma hat seinen Ursprung im altindischen „kunkuman“, das Safran bedeutet und später zu Curcuma wurde. Die Bezeichnung bezieht sich, wie auch im Arabischen („kurkum“, Safran) auf die charakteristische gelbe Farbe des Wurzelstockes (Rhizom oder unterirdische Sprosse). Die Attribute „longa“ betonen die langen Rhizome dieser mehrjährigen Pflanze, die, wie beim Ingwer, fingerförmig, schräg nach unten gerichtet wachsen, während „zanthorrhiza“ (auch xanthorrhiza) sich von den griechischen Wörtern „xanthos“ (gelb) und „rhiza“ (Wurzel) ableitet. Diese knollenartigen, fingerförmigen unterirdischen Sprosse werden zur Gewinnung von Curcuma verwendet, während die oberirdischen großen eiförmigen Blätter und langen Stiele welken. Die Wuchshöhe kann bis zu 1,2 Meter erreichen. Die Blüten des indischen Curcuma (C. longa) sind gelb, die des C. zanthorriza rötlich bis rot.

Die wichtigsten Bestandteile des Rhizoms, die für die typische Gelbfärbung sorgen, sind das bis zu drei Prozent enthaltene Curcumin und dessen Derivate, die Curcuminoide. Sie setzen sich aus Curcumin selbst, aus Demethoxycurcumin und aus Bisdemethoxycurcumin zusammen. Daneben sind noch zirka fünf Prozent ätherische Öle von Bedeutung, deren Hauptbestandteile Sesquiterpene (etwa 60 Prozent, beispielsweise Tumeron, Atlanton, Zingiberen) und Monoterpene (beispielsweise Cymen, 1,8 Cineol, Borneol) sind (3). Die Zusammensetzung der Sesquiterpene unterscheiden sich bei C. longa und C. zanthorrhiza. Bei C. longa sind die Hauptkomponenten des ätherischen Öls Tumeron, Tumerol und beta-Curcumen, bei C. zanthorrhiza hingegen a-Curcumen und Xanthorrhizol.  Als Farbstoff dominieren Curcumin, bei C. longa findet man zusätzlich Mono- und Bisdemethoxycurcumin, das bei C. zanthorrhiza fehlt.

Sesquiterpene gehören zur Stoffklasse der Terpene, die sich vom Isopren (synonym: 2-Methylbuta-1,3-dien), einem ungesättigten Kohlenwasserstoff und Abkömmling von 1,3-Butadien ableiten und deshalb auch als Isoprenoide bezeichnet werden (4). Isopren bildet die Grundeinheit der Terpene. Sie kommen hauptsächlich in Pflanzen vor. Sesquiterpene (sesqui, lateinisch: anderthalbfach) verfügen über ein Kohlenstoffgerüst mir 15 Kohlenstoffatomen (C15) und stellen mit mehr als 3000 Substanzen die größte Terpenklasse dar. Neben den Curcuma-Derivaten gehören auch Bisabolol aus der Kamille und Capsidiol aus Paprika zu dieser Substanzklasse.

Curcuma zur Behandlung von Krankheiten: eine lange Geschichte

In der Literatur findet man Hinweise, dass Curcuma seit mindestens 2500 Jahren in der Behandlung von Krankheiten in der ayurvedischen Heilkunde und in der traditionellen chinesischen Medizin im asiatischen Raum eine bedeutende Rolle spielt (6). Dabei wurde die heilende Wirkung ausschließlich dem gelben Curcumin zugeschrieben. Curcuma-Pasten wurden auf frische Wunden, Blutergüsse und Insektenstiche aufgetragen.

Vor etwa 200 Jahren beschrieben von Vogel und Pelletier die gelb färbende Substanz im Rhizom von Curcuma longa und nannten sie Curcumin (6). Im Jahre 1842 gelang Vogel Jr. die Isolierung des Stoffes, ohne jedoch die chemische Struktur aufklären zu können (7). Dies schafften erst 1910 die beiden Chemiker Milobedzka and Lampe (8). Wegen der antibakteriellen Eigenschaften, die 1949 erstmals experimentell gezeigt werden konnte, wurde sie gegen Mycobacterium, Tuberkulose, Staphylococcus aureus und Salmonella paratyphi eingesetzt. Die chromatografische Reindarstellung glückte erst 1953. Die analytische Bestimmung weiterer Komponenten führte schließlich zur Erkenntnis, dass Curcuma ein Gemisch ist(9). Damit war das allgemeine wissenschaftliche Interesse geweckt. Während Curcuma bis 1953 nahezu kaum in der wissenschaftlichen Literatur besprochen wurde, setzten, zunächst schleppend, biologische Studien ein. Erst mit der zunehmenden Wertschätzung natürlicher Heilstoffe in den der 90-iger Jahren des letzten Jahrhunderts rückte auch Curcumin und seine Abkömmlinge in den Fokus der Forschungen. Ab der Jahrtausendwende stieg die Zahl der Veröffentlichungen zu Studien und biologischen Untersuchungen, die sich mit Curcuma befassten, sprunghaft an. Zwischen 2001 bis 2010 gab es mehr als 3000 Publikationen (5) und das wissenschaftliche Interesse an dieser Substanz steigt weiter.

Zur Chemie der Curcuminoide

Das Curcuma Rhizom enthält überwiegend Kohlenhydrate (69%), Fett (5%) und Mineralien (3,5%)(10). Die Essenz aus dem Wurzelstock nach Trocknung und Pulverisieren enthält neben Curcumin (77%) auch Curcuminoide wie Demethoxycurcumin (DMC; 17%) und Bisdemethoxycurcumin (BDMC; 3%) und das Cyclocurcumin (11). Die Mixtur aller vier Verbindungen wird oft als Curcumin bezeichnet.

Bei Verwendung von Curcuma-Präparaten muss davon ausgegangen werden, dass die biologische Aktivität nicht ausschließlich auf der Wirkung von Curcumin, einem Polyphenol, beruht, sondern die anderen Komponenten ebenfalls beteiligt sind(12).

Die chemische Bezeichnung von Curcumin ist 1,7-bis- (4-hydroxy-3-methoxyphenyl)-hepta-1,6-dien-3,5-dion oder Dipheruloylmethan, während die chemische Formel C21H20O6 lautet(13). Curcumin ist bei saurem und neutralem pH-Wert nicht in Wasser löslich, jedoch in Ethanol, Methanol und Aceton.

Wie kann die Aufnahme von Curcumin verbessert werden?

Voraussetzung dafür, dass die biologisch aktiven Stoffe wirksam werden, ist, dass sie im Darm aufgenommen (resorbiert) werden, in den Blutkreislauf übergehen und dort ausreichend lange Zeit haben, ihre Effekte zu entfalten, bevor sie wieder abgebaut und ausgeschieden werden. Kurz: Wenn sie eine gute Bioverfügbarkeit aufweisen. Die begrenzte Bioverfügbarkeit von Curcumin erschwert den therapeutischen Einsatz. Das bedeutet, diese Substanz ist schlecht wasserlöslich, wird kaum resorbiert und rasch wieder ausgeschieden und erreicht in der kurzen Verweildauer im Körper keine ausreichende Wirkung. Es gibt jedoch Möglichkeiten, die Bioverfügbarkeit zu steigern.

Fettzusatz

Curcuma ist fettlöslich, benötigt also Fett für die Aufnahme. Deshalb lautet der Rat, den Rezepturen Öl oder andere, fetthaltige Zutaten hinzuzufügen. Das können auch Mandel- oder Nussmus sein. Die Curcumawurzel selbst enthält ebenfalls etwas Fett. Die Bioverfügbarkeit lässt sich durch zusätzliche Mengen weiter verbessern(14). Wird Curcumin in ätherischem Öl aus der Curcuma-Pflanze gelöst, erhöht sich die Bioverfügbarkeit um etwa das Siebenfache(15).

Piperinzusatz

Piperin ist ein Alkaloid und Bestandteil des Pfeffers. Es sorgt für die Schärfe des Pfeffers. Gleichzeitig verbessert Piperin die Resorption und Verfügbarkeit verschiedener Wirkstoffe(16).

So erhöht Piperin die Aufnahme von Curcumin in den Darm und damit die Bioverfügbarkeit. Es konnte gezeigt werden, dass dies durch eine Herabsetzung der Glucuronidierung in der Leber passiert(17).

Dabei handelt es sich um eine Reaktion, bei der durch Bindung an die Glucuronsäure unpolare, wasserlösliche Stoffe löslich und damit über die Leber und Niere ausscheidbar werden. Piperin hemmt das Leberenzym CYP3A4, das die Leber als Schutz vor Fremdstoffen aktiviert. Werden diese Stoffwechselwege herabgesetzt, können auch andere unerwünschte Stoffe die Leber passieren und die Aufnahme von Medikamenten beeinflusst werden. Folgen können Überdosierungen und unerwünschte Nebenreaktionen sein. Problematisch ist der erhöhte Piperin-Zusatz außerdem für Menschen, die unter Schleimhautreizungen und Überempfindlichkeitsreaktionen leiden.

Moderne Applikationsformen zur besseren Aufnahme

In den vergangenen Jahren wurden neue moderne Technologien entwickeln, um die geringe Aufnahme zu überwinden. Fettemulsionen mit Curcumin Nanopartikeln erhöhen die Bioverfügbarkeit um den Faktor vier gegenüber dem unbehandelten Wirkstoff (15). Der Durchbruch gelang mit der kürzlich entwickelten Mizellen (Transportvehikel) Technologie, bei der Curcumin-Partikel mit sogenanntem Polysorbat umhüllt und auf diese Weise über die Darm-Membran transportiert und somit deutlich leichter in den Körper geschleust werden können. Dies führt zu einer um das 185-fache erhöhten Bioverfügbarkeit. Dieses teure Verfahren wird bereits in einigen Nahrungsergänzungsmitteln eingesetzt(18).

Auch wenn die erhöhte Bioverfügbarkeit zuerst gut klingt, sollte man jedoch bedenken, das hinsichtlich der Unbedenklichkeit noch keine ausreichenden Erkenntnisse über einen längeren Zeitraum vorliegen. Denn gerade Nanopartikel oder auch Polysorbat können gesundheitlich bedenklich sein!

Biologische Wirkungen von Curcuma

In der wissenschaftlichen Literatur wurden verschiedenen Aspekte der Curcumin Wirkung untersucht. Sie bilden die Grundlage für die Studien zur klinischen Anwendung bei unterschiedlichen Erkrankungen.

Reaktionen von Curcumin auf molekularer Ebene

Curcumin ist in der Lage, zahlreiche Signalmoleküle zu modulieren. Das heißt, in Abhängigkeit von der zellulären Situation kann es eine Hoch- oder Herunterregulierung verursachen. Dabei kommen zwei Situationen vor: Curcumin bindet direkt und beeinflusst damit direkt das Signalmolekül oder es wirkt indirekt. Beispiele für die letztere Gruppe sind Transkriptionsfaktoren, Enzyme, Wachstumsfaktoren, Rezeptoren und Entzündungsmediatoren. Direkte Ziele umfassen zum Beispiel entzündliche Moleküle, das im Stoffwechsel der Purinbasen der DNS wirkende Enzym Xanthinoxidase, Trägerproteine und Metall-Ionen (19). Eines der wichtigsten Ziele sind entzündungsfördernde Transkriptionsfaktoren. Sie regulieren die Expression von Genen, die an solchen Prozessen wie Tumorentstehung, Zellproliferation (Zellteilung und Vermehrung), Invasion (Eindringen) und Angiogenese (Gefäßneubildung) beteiligt sind.

Reaktionen von Curcumin auf zellulärer Ebene

Umfangreiche in-vitro-Studien konnte zeigen, dass Curcumin sehr unterschiedliche Effekte auf verschiedene Zielstrukturen (Zellen, Moleküle, Stoffwechselwege) ausüben kann. Man bezeichnet Curcumin deshalb als pleiotropes Molekül. Diese Besonderheit rührt daher, dass Curcumin auf mehrere Moleküle wirkt. Die meisten Untersuchungen wurden in vitro, also im Reagenzglas, und damit außerhalb eines lebenden Organismus durchgeführt.

Viele dieser Experimente konnten zeigen, dass Curcumin entzündungshemmende, antioxidative, wundheilende und antiparasitäre Eigenschaften besitzt. Von besonderem Interesse ist die Fähigkeit, auf den programmierten Zelltod (pro-apoptotisch) einzuwirken.

Der programmierte Zelltod (Apoptose) hat die Aufgabe, die für die Entwicklung störenden Zellen, beispielsweise alte und funktionslose, zu entfernen. Diese sowie die chemopräventiven, chemotherapeutischen und antiproliferativen Wirkungen sind insbesondere für die Krebsbehandlung von Interesse. In der Chemoprävention kommen natürliche Verbindungen zur Verzögerung oder Vermeidung von Krankheiten zum Einsatz. In einigen Untersuchungen konnte gezeigt werden, dass Curcumin für eine große Anzahl von Tumorzellen zytotoxisch ist. Dabei war die Wirkung vom Zelltyp, der Behandlungsdauer- und Konzentration abhängig. Curcumin beeinflusst mehrere Schritte in der Tumorentstehung und hat somit das Potenzial, die Krebsausbreitung zu hemmen (20).

Curcumin hat darüber hinaus auch nozizeptive Eigenschaften. Das heißt, es fördert die Schmerzwahrnehmung, die über die im ZNS erhaltenen Signale vermittelt wird und auf diese Weise Gewebeschäden signalisiert (21).

Die Studienlage ist inzwischen umfangreich und es gibt zahlreiche Erkrankungen, für die der Einsatz von Curcumin beschrieben wurde.

Curcuma bei Verdauungsstörungen

Störungen der Leber- und Gallenfunktion

Die erste medizinische Veröffentlichung zur Anwendung einer Curcuminoid-Zubereitung bei Patienten mit einer Gallenblasenentzündung datiert von 1939 (22). Nach drei-wöchiger Gabe von 100 bis 250 Milligramm dieser Zubereitung waren fast alle der 65 Probanden beschwerdefrei.

Ein Hauptfaktor für Leberschädigungen ist oxidativer Stress. Dieser kann durch eine Vielzahl von Noxen verursacht werden: beispielsweise Alkohol, Drogen, Virusinfektionen, Schadstoffe der Umwelt und bestimmte Nahrungsbestandteile. Curcumin enthält Moleküle, die davor schützen können. Aus zahlreichen Tierversuchen liegen Ergebnisse vor, die beschreiben, welche Zellwege dabei verändert werden (23).

Die nicht-alkoholische Fettleber wird global zunehmend zu einem Problem. In einer Studie an Patienten mit einer nicht-alkoholischen Fettleber wurden die Auswirkungen einer Curcumin-Supplementierung untersucht. Dazu erhielten 50 Patienten über 12 Wochen neben Ratschlägen zur Änderung des Lebensstils 1500 Milligramm Curcumin oder ein Placebo. Nach Curcumin-Gabe war eine signifikante Abnahme der Leberfibrose (ein krankhafter Umbau des Lebergewebes mit Funktionsverlust) und der Leberwerte im Blut im Vergleich zum Ausgangswert festzustellen. Nicht sicher lässt sich der Anteil des Curcumins am Gesamteffekt abgrenzen, da die Kombination aus Supplementierung und Änderung des Lebensstils die Leberparameter verbesserte (25).

In einer weiteren Studie wurden Curcumin Präparate gegeben, wenn die Änderung des Lebensstils allein keine ausreichenden Verbesserungen zeigte. Ziel der Studie war es, die Auswirkungen von Curcumin auf den Fettgehalt der Leber und die für eine Leberschädigung aussagekräftigen Blutparameter zu untersuchen. Dazu erhielten zufällig ausgewählte Patienten entweder ein Placebo oder eine Dispersion einer Curcumin-Formulierung, die einer Menge von 70 Milligramm Curcumin entsprach. Alle Untersuchungsgrößen wurden zu Beginn der Studie und am Ende bewertet.

Es konnte gezeigt werden, dass Curcumin mit einer deutlichen Verringerung des Leberfettgehalts verbunden war. Gleichzeitig sanken der Body-Mass-Index, die Lipid- und Leber-Parameter im Blut im Vergleich zur Placebo-Gruppe. Diese Resultate wurden als eine Verbesserung dieser Merkmale durch Curcumin bewerte t(25).

Reizdarmsyndrom

In einer Studie an 116 Patienten mit Reizdarmbeschwerden wurde eine Gruppe mit Curcuma-Pulver behandelt, eine andere mit einem Placebo. Die Behandlung erfolgte über sieben Tage. Etwa 50 Prozent der Patienten waren mit der Behandlung zufrieden und verspürten eine Besserung(26).

Curcuma bei entzündlichen Erkrankungen

Entzündliche Darmerkrankungen

Die chronisch-entzündliche Darmerkrankung ist eine wiederkehrende (rezidivierende) Erkrankung des Darms, die Folge einer Immunschwäche des Verdauungssystems ist. Die beiden häufigsten Formen stellen Colitis ulcerosa und Morbus Crohn dar. In einer Pilotstudie mit Patienten beider Krankheitsformen konnte eine Besserung der Symptome bei Einnahme von 500 Milligramm-Kapseln als zweimalige Tagesdosis über drei Wochen erzielt werden (27).

Andere Autoren schlagen eine Kombination aus traditioneller Medizin und den Einsatz von Curcumin-Präparaten für die Behandlung entzündlicher Darmerkrankungen vor (28).

Entzündliche Gelenkerkrankungen

Arthrose und Rheumatoide Arthritis gehören zu den häufigsten Gelenkerkrankung, die besonders ältere Menschen betreffen.

In einer Übersichtsarbeit wurden Publikationen zusammengestellt, in denen die Behandlung von Arthritis auch unter Einsatz von Curcumin erfolgte. Bewertet wurde die Linderung der typischen Beschwerden, die ähnliche Ausprägung in beiden Erkrankungen haben: Schmerzen in den betroffenen Geleneken, Schmerzempfindlichkeit, Schwellung und Steifheit. Für die Beurteilung wurden spezielle Arthritis-Scores eingeführt, die in den Studien als Parameter für eine Besserung hinzugezogen wurden. Zusammenfassend konnten die Studien nachweisen, dass die Anwendung von Curcuma-Extrakten (etwa 1000 Milligramm Curcumin pro Tag) eine Verbesserung der Symptome bewirken können. Einschränkend wird festgestellt, dass die methodische Qualität häufig nicht ausreichend ist und deshalb umfassendere Studien anzustreben sind(29).

Interessant war eine Studie von 2014, bei der 367 Patienten mit einer Knie-Arthrose zur Schmerzbehandlung entweder Ibuprofen (1200 Milligramm) oder Curcuma longa (1500 Milligramm) zu sich genommen haben. Als Zielgrößen wurden Schmerzen, Steifheit und Funktionseinschränkungen verwendet. In beiden Gruppen verbesserten sich die entsprechenden Scores nach zwei und vier Wochen. Dabei erreichten die Verbesserungen in beiden Gruppen das gleiche Ausmaß, das heißt, in dieser Hinsicht war Curcuma nicht unterlegen. Zwei Drittel der Patienten bestätigten eine Verbesserung. Allerdings war die Zahl der Patienten, die über Schmerzen oder Probleme im Bauchraum klagte, in der Ibuprofen-Gruppe deutlich höher. Das heißt, Curcuma zeigt deutlich weniger Nebenreaktionen, ist also besser verträglich (30).

Herz- und Kreislauferkrankungen

Entzündungen spielen eine große Rolle bei der Entwicklung von Herz-Kreislauferkrankungen. Curcumin soll eine entzündungshemmende und damit positive Wirkung auf Herz-Kreislauf-Erkrankungen haben.

In einer Studie zu den kardio-vaskulären Risikofaktoren bei Patienten mit koronarer Herzkrankheit wurden 33 Probanden nach dem Zufallsprinzip entweder Placebo oder Curcumin, viermal täglich als 500 Milligramm-Kapsel über acht Wochen gegeben und im Anschluss die Lipid-Parameter (Triglycerid-, LDL-, VDL- und Cholesterin-Spiegel) im Blut bestimmt. Sie wurden dann mit denen der Probanden verglichen, die kein Curcumin einnahmen. Diese Lipidparameter verbesserten sich in der Curcumin-Gruppe. Keine Veränderung wurde jedoch in den Entzündungsparametern und in der HDL-Konzentration festgestellt(31).

Diabetes und Curcuma

Der Typ2 Diabetes ist eine Wohlstandskrankheit, an der immer mehr Menschen leiden. Gekennzeichnet ist sie neben dem erhöhten Blutzuckerspiegel durch eine Insulinresistenz. Diabetes bedeutet zusätzliche Probleme, die das Herz, die Leber, das Gehirn, die Nieren und die Augen betreffen können. An diesen Prozessen sind auch Entzündungsreaktionen beteiligt.

Curcumin kann über verschiedene Mechanismen die Glukose-Produktion verringern, Entzündungsreaktionen unterdrücken, die Glukoseaufnahme in die Zellen beeinflussen und somit den Blutzucker und die Insulinresistenz senken (32).

In einer Studie wurde bei Patienten mit einem Typ2 Diabetes Arteriosklerose-Parameter in Abhängigkeit von Curcumin-Gaben, die 1500 Milligramm pro Tag über sechs Monate betrugen, untersucht. Die Ergebnisse zeigten, dass sich die Arteriosklerose-Parameter unter Curcumin-Intervention verbesserten (33).

Retinopathien sind Diabetesfolgeerkrankung des Auges mit Netzhautbeteiligung und Schädigungen kleiner Blutgefäße, die zum Sehverlust führen. In einer weiteren Studie bei Diabetes-Kranken mit einer Krankheitsdauer von mindestens fünf Jahren und nachgewiesener Retinopathie wurde gezeigt, dass bei zusätzlicher Gabe von zweimal 200 Milligramm Curcumin pro Tag zusätzlich zu der konventionellen Therapie, eine Besserung der Sehfähigkeit nach vier Wochen eintrat (34).

Curcuma bei Krebserkrankungen

Curcumin zeigt bedeutende Effekte in den verschiedenen Phasen der Krebsentwicklung, wie in einer großen Zahl von Experimenten gezeigt werden konnte. Es setzt Prozesse herab, die zu einer Zellumwandlung in Tumorzellen (Transformation) führen, unterdrückt die Tumorentwicklung, die Tumorinvasion und die Metastasierung (35).

In einer Studie wurde der Einfluss von Curcumin auf die durch Chemotherapie und Bestrahlung verursachten Nebenwirkungen untersucht. Teilgenommen haben 80 Patienten, die entweder eine Kombination aus Curcuminoiden im Verhältnis von 3 (Curcumin) zu 8 (Demethoxycurcumin) zu 1 (Bisdemethoxycurcumin) oder ein Scheinpräparat für mindestens zwei Monate erhielten. Eingeschlossen wurden Patienten unterschiedlicher Krebserkrankungen (mit Leber-, Nieren-, Magen-, Lungen- oder Blut-Krebs). Bewertet wurden die subjektiven Angaben zu den üblicherweise auftretenden Nebenwirkungen wie Durchfall oder Verstopfung, Übelkeit oder Erbrechen, Appetitslosigkeit, aber auch der Abfall von weißen Blutkörperchen und Thrombozyten. In der Curcumin Gruppe wurde eine Besserung der Beschwerden beobachtet (36).

Darm-Tumore

Zwölf Patienten mit einem Colon-Carcinom wurden vor der Operation sieben Tage mit einem Curcuma-Extrakt (0,45 bis 3,6 Gramm pro Tag) behandelt.

Während im Blut nur Spuren der Substanz zu finden waren, wurde im normalen wie im Tumor-Gewebe der Wirkstoff und seine Abbauprodukte nachgewiesen. Anhand der Veränderungen im Gewebe konnte auf anti-kanzerogene Effekte geschlossen werden (37).

Weitere Studien bestätigten die Ergebnisse, wie in einer 2013 durchgeführten Studie. Auch hier reicherten sich wirkungsvolle Mengen in der Darmschleimhaut an. Das Curcuma-Präparat (2,35g Curcumin pro Tag) wurde in der 14-tägigen Einnahmephase gut vertragen (38).

Brustkrebs

Bei Patientinnen mit Brustkrebs wurden bis zu sechs Gramm Curcuma-Dosen gut vertragen, während bei acht Gramm Nebenwirkungen auftraten (39). Bei begleitendender Curcuma-Supplementierung mit sechs Gramm pro Tag wurde die Chemotherapie bei den Brustkrebs-Patientinnen besser vertragen als im Vergleich zur Placebo Gruppe (40).

Bauchspeicheldrüsenkrebs

Pankreas-Carcinome sind aggressiv und besitzen eine äußerst geringe Heilungschance. In den durchgeführten Studien wurde mit sehr hohen Curcumin-Dosen behandelt, die nur zum Teil gut verträglich waren. Die Wirkung auf die Beschwerden im Zusammenhang mit dem Krebsleiden wurde als günstig beurteilt (41).

In einer weiteren Studie zeigte sich trotz geringer Resorption des Wirkstoffs über 1,5 Jahre Veränderungen im Blut, die als positiv für den Krankheitsverlauf eingestuft wurden (42).

Prostatakrebs

Curcumin als antioxidative Substanz vermag sowohl die Empfindlichkeit für Bestrahlungsenergie zu erhöhen als auch radioprotektiv, also schützend zu wirken. In einer Studie wurde deshalb an 40 Prostata-Krebs-Patienten, die sich einer Bestrahlungsbehandlung unterzogen hatten, der oxidative Status in Gegenwart von Curcumin geprüft. Verglichen wurden die Parameter, die die antioxidative Kapazität beschreiben in einer Gruppe, die drei Gramm Curcumin pro Tag einnahmen mit denen einer Placebo-Gruppe. Die antioxidative Kapazität wurde über Bestimmungen dreier im Radikalstoffwechsel involvierter Enzyme, der Superoxid Dismutase (SOD), der Glutathion Peroxidase (GPx) und der Catalase, zu Beginn und nach dem Einnahme-Zeitraum ermittelt. Zusätzlich wurden MRT Bilder und ein Prostata-Serum Parameter (PSA) in die Auswertung einbezogen.

Die antioxidative Kapazität stieg in der mit Curcumin behandelten Gruppe im Vergleich zum Placebo an. Ein weiteres günstiges Zeichen war der Abfall der PSA-Werte. Unverändert war jedoch das MRT Bild (43).

Es muss deshalb eher von einer Verringerung der strahlenbedingten Nebenwirkungen ausgegangen werden, als von einem direkten Einfluss auf die Tumorerkrankung.

Curcuma gegen Alzheimer?

Verschiedene Altersprozesse sind ein Risikofaktor für die Ausbildung einer Alzheimer Erkrankung. Es wird angenommen, dass Curcumin positiv auf Alterungsmechanismen wirken kann. Es gibt Hinweise, dass es die Eiweiß-Homöostase aufrechterhält und altersbedingten Veränderungen und degenerativen Erkrankungen wegen seiner breit gefächerten Fähigkeiten entgegenwirken kann (44),(45). Die Ergebnisse aus Patienten Studien sind jedoch kontrovers. In einer Studie mit 36 Patienten mit gering ausgeprägtem Morbus Alzheimer wurde über 24 Wochen zwei oder vier Gramm Curcumin pro Tag oder Placebo eingenommen. Nach 48 Wochen wurden mit Hilfe von Alzheimer Scores und Laborparametern die Effektivität von Curcumin bewertet. Es konnten keine Verbesserungen in den Befunden festgestellt werden (46).

In einer japanischen Studie über ein Jahr mit täglicher Einnahme von 100 Milligramm Curcumin wurde dagegen den Patienten eine verbesserte Lebensqualität und eine erhöhte Aktivität attestiert (47).

Hilft Curcuma bei Hauterkrankungen?

Der Einsatz von Curcumin zur Therapie von Hauterkrankungen hat eine uralte Tradition. In Indien wird Curcuma für die Herstellung von Cremes und Seife benutzt. Interesse hat deshalb die Verwendung von Curcumin bei Hauterkrankungen wie Dermatitis oder Psoriasis geweckt. Erste positive Erfahrungen gibt es bei der Behandlung von Psoriasis (48) und atopischen Ekzemen (49).

Dosierung von Curcuma

Curcuma wird als Arzneimittel oder Supplement als grob pulverisierter Curcuma-Wurzelstock (C. longa) oder Javanischer Gelbwurz oder als Trockenextrakt beider Formen in Kapseln, Dragees, Tabletten, Curcuma-Pulver oder Auszüge als Tropfen angeboten. Moderne Formulierungen verwenden Nanopartikel oder Mizellen.

Die relevanten Inhaltsstoffe werden als Curcuminoide zusammengefasst, zu denen Curcumin, Demethoxycurcumin, Bisdemethoxycurcumin und Cyclocurcumin gehören. Sie werden als Curcumin I, II, II und IV bezeichnet. Die Mischungen aus den einzelnen Curcuminoiden wird häufig auch Curcumin genannt.

Curcumin gilt laut Food and Drug Administration (FDA) und der European Food Safety Authority (EFSA) als eine in der Anwendung sichere und ungefährliche Verbindung, für das keine toxischen Effekte bekannt ist (50). Zahlreiche Untersuchungen unterstützen diese Einschätzung. In einer Studie, die 2006 durchgeführt wurde, nahmen Gesunde bis zu 12 Milligramm Curcumin am Tag ein, um die maximale, tolerierbare Dosis zu ermitteln. Die dabei angewendete maximale Dosis von 12 Milligramm führte zu keinen Schädigungen bei irgendeinem Probanden(51).

Neben der täglichen Menge sind Anwendungszeitraum und Erkrankungen für die Einschätzung der maximalen tolerierbaren Dosis von Interesse. Untersuchungen dazu gibt es bei Patienten mit kardiovaskulären Erkrankungen und bei Krebserkrankungen, zum Teil mit Läsionen innerer Organe. Die angewendeten Dosen lagen zwischen 500 bis 8000 Milligramm, wobei die Dosierungen bei Krebserkrankungen in den oberen Bereichen (6000 bis 8000 Milligramm pro Tag) lagen. Die Dauer der Behandlung dauerte bis zu drei Monaten (52),(42). In diesen Studien wurde eine gute Verträglichkeit beschrieben. In einigen Studien wurden bei Dosierungen von 8000 Milligramm leichte gastrointestinale Symptome beschrieben (53),(54).

Kurzzeitige intravenöse Gaben von liposomalem Curcumin (verpackt in Lipidbläschen) wurden bis zu einer Dosis von 120 Milligramm pro Quadratmeter Körperoberfläche als sicher eingestuft, wie Untersuchungen an Gesunden ergaben. Bei Erhöhung auf 300 Milligramm über sechs Stunden traten vereinzelt Änderungen in er Morphologie (Aussehen) der roten Blutkörperchen auf, die als Hinweise auf toxische Effekte interpretiert wurden (55). Genaue Erkenntnisse zu diesem Phänomen stehen noch aus und bedürfen weiterer Untersuchungen.

Um möglichen Nebenwirkungen aus dem Weg zu gehen, kann ein “einschleichen” der Dosis genutzt werden:

  • 1 Woche – 500mg Curcuma-Extrakt
  • 2 Woche – 1000mg Curcuma-Extrakt
  • 3 Woche – 1500mg Curcuma-Extrakt
  • 4 Woche – 2000mg Curcuma-Extrakt
  • usw.

Nebenwirkungen von Curcuma

Nebenwirkungen können unter anderem bei Präparaten mit viel Piperin auftreten.

Ab wann es zu Problemen durch zu viel Piperin oder auch Curcuma kommen kann ist sehr individuell und von den eigenen körperlichen Voraussetzungen abhängig. Die meisten Menschen habe keine Probleme mit einer Einnahme von Curcumin oder geringen Mengen an Piperin.

In einigen Fällen traten Magenbeschwerden, Blähungen, Durchfall und Mundtrockenheit auf. Bei Überempfindlichkeiten sollte auf eine Curcumin- Supplementierung verzichtet werden.

Da Curcumin die Galleproduktion anregt, sollte bei Gallenleiden die Einnahme nicht ohne Konsultation eines Arztes erfolgen. Bei Gallensteinen und Gallenverschluss darf kein Curcumin eingenommen werden.

Sollten Beschwerden im Zusammenhang mit einer Curcumin Supplementierung auftreten und diese über zwei Wochen andauern oder sich verschlimmern, ist ein Arzt zu konsultieren.

Wechselwirkungen

In der Literatur wurden einige Wechselwirkungen mit Enzymen beschrieben, die die Metabolisierung von Medikamenten betreffen können (14). Weitergehende Untersuchungen und abschließende Empfehlungen fehlen jedoch.

Da Curcumin die Aggregation der Blutplättchen hemmen kann, könnte dies die Wirkung entsprechender Medikamente, wie Acetylsalicylsäure und Antithrombotika beeinflussen.

Nichtsteroidale entzündungshemmende Schmerzmittel (NSAID), Blutverdünner und Reserpin können mit Curcumin interagieren (17).

Überdosierung (Symptome)

Reaktionen im Sinne von Überdosierungen werden ab 6 Milligramm Curcumin pro Tag diskutiert. Magen- und Darm-Beschwerden, Blähungen oder ein trockener Mund können auftreten.

Curcuma in der Schwangerschaft

Über die Anwendung von Curcuma in der Schwangerschaft oder Stillzeit existieren noch keine ausreichenden Erkenntnisse oder Studien. Deshalb wird von der Einnahme solcher Präparate in dieser Zeit abgeraten und wenn doch, dann nur nach Rücksprache mit dem behandelnden Arzt.

Fazit zu Curcuma

Curcuma ist mehr als nur ein Gewürz, das bestätigen die hier aufgeführten Studien und die Tatsache das es bereits mehrere hundert Jahre erfolgreich in der Indischen und traditionell Chinesischen Medizin eingesetzt wird. Neue Verfahren zur Gewinnung der maßgeblich gesundheitsfördernden Wirkstoffe, den Curcuminoiden, im Curcuma, sorgen dafür das es durchaus bei diversen Krankheitsbildern als mögliche alternative oder zusätzliche Behandlungsmethode genutzt werden kann. Etliche Studien bei diversen Krankheitsbildern zeigen, das die Stoffe im Gelbwurz einen positiven Einfluss auf das Krankheitsgeschehen haben können ohne dabei gravierende Nebenwirkungen aufzuweisen.

Dabei muss beachtet werden, das potentielle Wirkungen stark vom eingesetzten Präparat, der Dosierung und den individuellen Voraussetzungen abhängen. Es ist daher sinnvoll auf ein qualitativ hochwertiges Produkt zu achten, denn nur so ist es möglich das überhaupt die Wirkbestandteile in ausreichender Menge in den Körper gelangen.  

Quellennachweise

Verzeichnis

1 Deogade, S. and Ghate, S. (2015). Curcumın: Therapeutıc applıcatıons in systemıc and oral health. Int. J. Biol. Pharm. Res. 6(4):281–290.

2 W. Blaschek (Hrsg.), M. Wichtl (Begr.) Wichtl – Teedrogen und Phytopharmaka: Ein Handbuch für die Praxis
6. Aufl., Wissenschaftliche Verlagsgesellschaft 2016

3 Kathryn M. Nelson, Jayme L. Dahlin, Jonathan Bisson, James Graham, Guido F. Pauli, Michael A. Walters: The Essential Medicinal Chemistry of Curcumin. In: Journal of Medicinal Chemistry. Band 60, Nr. 5, 11. Januar 2017, S. 1620–1637

[4] https://www.pharmazeutische-zeitung.de/ausgabe-222006/pharmakologie-ausgewaehlter-terpene/

[5] Gupta SC, Patchva S, Koh W, Aggarwal BB. Discovery of curcumin, a component of golden spice, and its miraculous biological activities. Clin Exp Pharmacol Physiol. 2012 Mar;39(3):283-99.

[6] Vogel, Pelletier. Journal de Pharmacie. 1815; I:289.

[7] Vogel A Jr. Journal de Pharma. et de Chemie. 1842; 3:20.

[8] Milobedzka J, Kostanecki S, Lampe V. Zur Kenntnis des Curcumins. Ber. Deut. Chem. Ges. 1910; 43:2163–70.

[9] Srinivasan KR. A chromatographic study of the curcuminoids in Curcuma longa, L. J Pharm Pharmacol. 1953; 5:448–57.

[10] Prasad, S., Gupta, S., Tyagi, A. and Aggarwal, B. (2014). Curcumin, a component of golden spice: From bedside to bench and back. Biotechnol. Adv. 32:1053–1064.

[11] Goel, A., Kunnumakkara, A. B. and Aggarwal, B. B. (2008). Curcumin as “curecumin”: From kitchen to clinic. Biochem Pharmacol. 75:787–809.

[12] Nelson KM, Dahlin JL, Bisson J, Graham J, Pauli GF, Walters MA. The Essential Medicinal Chemistry of Curcumin. J Med Chem. 2017 Mar 9;60(5):1620-1637.

[13] http://pubchem.ncbi.nlm.nih.gov/compound/curcumin#sectionDTop

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