OMEGA 3 FETTSÄUREN

Die einen verbinden mit dem Begriff Omega 3 Fettsäuren Dickmacher, weil das Wort Fett darin steckt. Andere rollen die Augen, weil sie es für eine Art Mode-Substanz halten, die schon seit vielen Jahren beworben wird. Beide Fraktionen tun dieser Stoffklasse jedoch unrecht. Dänische Chemiker wiesen auf den Zusammenhang zwischen dem selteneren Auftreten von Herzerkrankungen bei den Eskimos und deren fischreiche Ernährung hin(1), mit der sie wertvolle ungesättigte Fettsäuren zu sich nehmen. Damit setzten sie die Erforschung der ungesättigten Fettsäuren in Gang. Unbestritten ist deren Bedeutung als Energieträger und Ausgangsstoff für wichtige Stoffwechselprodukte sowie als Bestandteil von Zellmembranen. Darüber hinaus liegen jedoch inzwischen zahlreiche wissenschaftliche Ergebnisse vor, die beweisen, dass Omega 3 Kapseln einen positiven Einfluss auf die Gesundheit haben und zu Recht inzwischen als „gute Fette“ gelten.

Was sind Fettsäuren und Omega 3 Fettsäuren?

Fettsäuren tragen ihren Namen, weil sie eine sauer reagierende Carboxy-Gruppe besitzen und damit zu den Monocarbonsäuren zählen. Sie besitzen darüber hinaus eine meist unverzweigte Kohlenstoffkette, die eine unterschiedliche Länge aufweisen kann. Neben der Länge der Kohlenstoffkette lassen sich die Fettsäuren über die Anwesenheit von Doppelbindungen und deren Position unterscheiden.

Niedere Fettsäuren verfügen über bis zu sieben Kohlenstoffatome, mittlere acht bis zwölf und höhere mehr als 12 C-Atome. Die Anzahl der Kohlenstoffatome ist bei den natürlichen Fettsäuren in der Regel gerade. Liegt eine Doppelbindung vor, handelt es sich um sogenannte ungesättigte Fettsäuren. Sind zwei und mehr Doppelbindungen vorhanden, spricht man von mehrfach ungesättigten Fettsäuren (englisch: polyunsaturated fatty acids; abgekürzt: PUFAs).

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Entscheidend für die Art der Fettsäure ist die Länge der Kohlenstoffkette sowie die Lage und Anzahl der Doppelbindungen

So wird zwischen gesättigten sowie ungesättigten und hier zwischen einfach und mehrfach ungesättigten Fettsäuren unterschieden.

Je nach Länge der Kohlenstoffkette, Lage und Anzahl der Doppelbindungen unterscheiden sich die Fettsäuren in ihren Eigenschaften. Die Position der Doppelbindung wird im Namen angegeben: Omega-n-Fettsäuren, wobei n die Position der Doppelbindung angibt. Die Zählung beginnt dabei von dem der Carboxy-Gruppe entfernten Ende aus, dem sogenannten Omega Ende (Omega ist der letzte Buchstabe des griechischen Alphabets). Der komplette chemische Name wird gebildet aus der Länge der Kohlenstoffkette, der Anzahl der Doppelbindungen sowie der Position der ersten Doppelbindung, vom Omega Ende aus gezählt. Sie wird in der Form „Omega minus n“ dargestellt. Bei den Omega 3 Fettsäuren befindet sich die erste Doppelbindung am dritten C-Atom, bei der Omega 6 Fettsäure am sechsten. Die Omega 3 Fettsäure Alpha Linolensäure besitzt eine Kohlenstoffkette mit 18 C-Atomen und drei Doppelbindungen, sodass sich als systematischer Lipidname 18:3 (ω-3) ergibt. Eine andere, weniger gebräuchliche Zählweise beginnt am Carboxy-Ende und die sich ableitenden Namen lauten Delta-n-Fettsäuren. Fettsäuren, die der menschliche Organismus nicht selbst herstellen kann, werden als essenziell bezeichnet. Die sogenannten Omega-n-Fettsäuren wie Omega 3 Fettsäuren und Omega 6 Fettsäuren gehören dazu. Das heißt, sie müssen dem Körper über die Nahrung oder als Nahrungsergänzung in Form von Omega 3 Kapseln zugeführt werden.

Funktion der Fettsäuren

Fettsäuren sind Bestandteil der Lipide (Fette) und dienen dabei als Energiespeicher. Sie werden als Triglyceride gespeichert. Deren Bezeichnung leitet sich vom dreiwertigen Alkohol Glycerin ab, der mit drei Säure-Rest-Molekülen, sogenannte Triester, bilden kann. An einem Triglyceridmolekül hängen somit drei Fettsäuren. Darüber hinaus finden sich Fettsäuren als Phospho- und Glykolipide in den Zellmembranen und sorgen für deren Schutz. Phospholipide beomega fettsaeurensitzen eine Phosphoester-Gruppe und sind in besonders hohen Mengen im Gehirn zu finden. Als Bestandteil der Gewebshormone ist es an dem Austausch von Nachrichten zwischen den Zellen und damit an verschiedenen Regulationsprozessen beteiligt.

Die Fließeigenschaften des Blutes, der Blutdruck, der Cholesteringehalt und die Blutfettwerte (Triglyceridwert) werden unter der Wirkung der Gewebshormone reguliert. Omega Fettsäuren regen die Immunabwehr an und dienen als Schutz für die inneren Organe. Schließlich unterstützen sie die Aufnahme der fettlöslichen Vitamine A, D, E und K. Die essenziellen Omega Fettsäuren sind an zahlreichen lebenswichtigen Prozessen beteiligt. Wegen ihrer Bedeutung und weil sie wie Vitamine dem Körper zugeführt werden müssen, trugen die essenzielle Fettsäuren (auch EFA, aus dem Englischen: Essential Fatty Acid) früher die Bezeichnung Vitamin F.

OMEGA 3 FETTSÄUREN – EPA, DHA UND ALA

Was ist das Besondere an Omega 3 Fettsäuren?

Eine Klasse der Omega Fettsäuren sticht besonders hervor: die der Omega 3 Fettsäuren. Sie spielt eine wesentliche Rolle in allen Lebensabschnitten des Menschen. Bereits während der Schwangerschaft sorgt eine ausgeglichene Zufuhr, beispielsweise als Omega 3 Kapseln, für eine optimale Entwicklung des Fötus. Insbesondere während der letzten Monate erfordert das enorme Wachstum reichlich Nachschub dieser Fettsäuren. Für die Entwicklung des Nerven – und Immunsystems ab der 30. Schwangerschaftswoche muss der Fötus ausreichend mit Omega 3 Fettsäuren über die Nabelschnur beliefert werden. Mit der Muttermilch wird die Zufuhr fortgesetzt. Im Kindesalter sorgen sie für eine gesunde Entwicklung des Gehirns und der Sehkraft. Auch im erwachsenen Alter profitiert die Gehirnfunktion von einer optimalen Versorgung mit Omega 3 Fettsäuren.

Das Wirkungsspektrum ist breit. Eine wichtige Eigenschaft stellt der Schutz der Zellen vor einer vorzeitigen Alterung dar. Darüber hinaus besitzen sie positive Effekte auf das Herz- und Kreislaufsystem, indem sie den Blutdruck senken und die Durchblutung fördern. Gleichzeitig wirken sie günstig bei Herzrhythmus-Störungen und in der Heilungsphase nach einem Herzinfarkt, wobei sie vor einem erneuten Infarkt schützen können. Wegen ihrer Fähigkeit, die Bildung entzündungsfördernder Stoffe zu reduzieren, können Omega 3 Kapseln die Therapie bei chronischen entzündlichen Erkrankungen unterstützen.

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Omega 3 Fettsäuren: EPA, DHA, ALA

In der Natur und als Ester-Rest in den Triglyceriden konnten bereits verschiedene Vertreter der Omega 3 Fettsäuren nachgewiesen werden. Ihre Kohlenstoffkette umfasst 16 bis 24 Kohlenstoffatome und sie verfügen über drei bis sechs Doppelbindungen. Für den Stoffwechsel des Menschen sind drei Omega 3 Fettsäuren von besonderer Bedeutung: die Alpha Linolensäure (ALA), die Eicosapentaensäure (EPA) und die Docosahexaensäure (DHA).

Alpha Linolensäure (ALA)

Die Kurzform als Lipidname für die Alpha Linolensäure (Abkürzung: ALA von der englischen Bezeichnung alpha linolenic acid abgeleitet) ist 18:3 (ω−3), da sie 18 Kohlenstoffatome und drei Doppelbindungen aufweist. Es handelt sich aus chemischer Sicht um eine Octadecatriensäure, wobei „Treinsäure“ die drei Doppelbindungen kennzeichnet. Die Alpha Linolensäure muss von anderen Linolensäuren, wie die Gamma Linolensäure abgegrenzt werden, die, wie die Linolsäure, zu dem Omega 6 Fettsäuren gehört. In dem Wort Linolensäure steckt das griechische Wort für Lein, was ein Hinweis auf das Vorkommen ist. ALA aus der Nahrung wird nahezu vollständig aufgenommen. Etwa 15 bis 33 Prozent dienen der Energiegewinnung. Bis zu 22 Prozent der aufgenommenen Alpha Linolensäure wird zur Umwandlung in anderem ungesättigten Omega 3 Fettsäuren genutzt(2). Durchschnittlich die Hälfte bis drei Viertel wird als Zellbausteine oder bioaktive Moleküle umgebaut.

Eicosapentaensäure (EPA)

Eicosapentaensäure, abgekürzt EPA hat eine Kette aus 20 Kohlenstoffatomen (griechisch, eikosi, zwanzig) und, wie es der Name verrät, fünf Doppelbindungen. Die Kurzform lautet 20:5 (ω−3). Aus dieser Substanz lassen sich Eicosanoide bilden. Diese zählen zu den Signalstoffen, die die Zellen produzieren. Sie entfalten hormonähnliche Effekte, wirken als Neurotransmitter und Immunmodulatoren. Besondere Bedeutung hat EPA im Entzündungsgeschehen. Es ist an der Bildung von Eicosanoiden beteiligt, die die Entzündung hemmen. Dabei konkurriert es mit Arachidonsäure, das die Synthese entzündungsfördernder Eicosanoide unterstützt. Es wird darüber hinaus in der Blutgerinnung und zur Regulation des Blutdruckes und für eine gesunde Herzfunktion benötigt. EPA ist in Omega 3 Kapseln und Fischöl Kapseln enthalten.

Docosahexaensäure

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(DHA)

Docosahexaensäure, abgekürzt als DHA, als Lipidname 22:6(ω−3) und in der Literatur auch als Cervonsäure dargestellt, enthält 22 Kohlenstoffatome und 6 Doppelbindungen. Es ist lebensnotwendig für die Entwicklung des Gehirns und deren Funktionen sowie des Wachstums im Säuglingsalter. Parallel dazu hält es die Hirnfunktion bei Erwachsenen aufrecht. Auf der anderen Seite führt ein Mangel zu Defiziten beim Lernen und in den kognitiven Fähigkeiten(3). D

 

as Gehirn nimmt vorzugsweise DHA im Vergleich zu anderen Omega 3 Fettsäuren auf(4). Es besitzt als Bestandteil der Membranen der Nervenzellen wichtige Aufgaben in deren Stoffwechsel. Der Anteil im Gehirn beträgt 97 Prozent, bis zu 93 Prozent befindet sich in der Netzhaut des Auges. DHA ist im Gegensatz zu EPA in der Lage, die Herzfrequenz und den Blutdruck zu senken(5). Bei einem Mangel und größeren Bedarf in bestimmten Lebenssituationen kann es über Omega 3 Kapseln oder Fischöl Kapseln dem Körper zusätzlich zur Verfügung gestellt werden.

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Quellen:

(1) Bang HO, Dyerberg J, Sinclair HM. The composition of the Eskimo food in northwestern Greenland. Am J Clin Nutr. 1980;33(12):2657-61.

(2) Li Z, Kaplan ML, Hachey DL. Hepatic microsomal and peroxisomal docosahexaenoate biosynthesis during piglet development. Lipids.35 (2000):1325-33.

(3) http://www.mdpi.com/2072-6643/3/5/529

(4) https://www.sciencedirect.com/science/article/abs/pii/S1043661899904954

(5) Mori TA, Bao DQ, Burke V, Puddey IB, Beilin LJ.:Docosahexaenoic acid but not eicosapentaenoic acid lowers ambulatory blood pressure and heart rate in humans.Hypertension. 34, 1999:253-60.