Das Geschäft mit den Nahrungsergänzungsmitteln

geld euro

Die Nahrungsergänzungsmittelindustrie

Das Geschäft mit den Nahrungsergänzungsmitteln boomt. Alleine 2015 gaben die Bundesbürger rund 1,1 Milliarden Euro für Nahrungsergänzungsmittel aus und jedes Jahr wird es ein wenig mehr.[1]Täglich bringen Hersteller neue Vitamin-Kapseln auf den Markt, sodass der Kunde inzwischen gar nicht mehr weiß, welches Produkt er kaufen soll. Der Markt bietet eine Masse an Monopräparaten (Vitamin oder Mineralstoff Kapseln mit nur einem Wirkstoff) aber auch Kombipräparaten (Kapseln mit mehreren Wirkstoffen) an, die dann auch noch unterschiedliche Dosierungen aufweisen. Doch welche Vitamin-Kapseln sind denn sinnvoll und welche eher nicht? Welche Dosierungen benötige ich und auf was sollte ich beim Kauf achten? Das sind leider Fragen die, die Hersteller nur in den seltensten Fällen beantworten.

Kundentäuschung bei Nahrungsergänzungsmitteln

Wir wissen was du jetzt sicherlich denkst, ein Hersteller von Nahrungsergänzungsmitteln der über andere Hersteller herzieht nur um sich selber besser darzustellen. Uns geht es aber nicht darum, dass wir uns als das „Nonplusultra“ verkaufen, sondern nur um die Transparents und Fairness. Als Kunde hast du das Recht alle Informationen über ein Produkt zu bekommen bevor du es kaufst. Diese Informationen sollten dabei ehrlich sein und nichts verschleiern oder verbergen.

Leider gibt es diverse Hersteller die hier nicht so ganz offen und ehrlich sind und sich aber dann kontrovers so darstellen. Sie wollen immer nur dein bestes und ihre Produkte sind auch immer besser als die Konkurrenz. In manchen Fällen mag das sogar stimmen, nur sind das die wenigsten. Auch wir vermarkten unsere Produkte intensiv, da es notwendig ist um Kunden zu gewinnen. Die Flut an Informationen und Vitamin-Kapseln auf dem Markt macht es unabdingbar hier sein Produkt möglichst gut zu bewerben. Der Unterschied besteht aber in der Art und Weise wie dies geschieht.

Beispielsweise gibt es genügend Hersteller, die auf den Einsatz von Zusatzstoffen oder Trennmitteln verzichten. Schön und gut, auch wir verzichten wo wir nur können auf diese Stoffe. Dann aber zu sagen, dass diese Stoffe gesundheitsgefährden sind ohne hinreichende Beweise zu liefern ist völliger Blödsinn. Ein besonders häufiger Kandidat hier ist Magnesiumstearat. Dabei wurde dieses Trennmittel als unbedenklich eingestuft und wird bereits seit vielen Jahren in der Lebensmittelindustrie eingesetzt. Die Studien, die die angebliche Gesundheitsgefährdung dieses Stoffes beweisen sollen, wurden an Tieren durchgeführt und sind so nicht auf den Menschen übertragbar. Auch wird den Tieren häufig eine so hohe Dosis verabreicht, dass es nur schädlich sein kann. Nur so am Rande, selbst Wasser ist ab einer gewissen Dosis schädlich für den Körper. Diese Fakten werden aber bewusst verschwiegen, um das Nahrungsergänzungsmittel ohne Magnesiumstrearat besser verkaufen zu können.

Das ganze passiert auf Kosten von dir als Kunden, da du es meistens nicht besser weißt. Wir wollen gar nicht sagen, dass der Verzicht von Magnesiumstearat nicht gut ist, denn jeder Zusatzstoff der weggelassen wird macht das Produkt besser, sondern das die Hersteller durch unzureichende Informationen versuchen Kunden zu bekommen und das gelingt immer noch sehr gut.

Selbst wenn kein Magnesiumstearat enthalten ist werden meistens andere Stoffe verwendet die als Fließ-, Trennmittel oder Füllstoff herhalten müssen. Nur finden sie einfach keine extra Erwähnung oder Beachtung, da man den Kunden ja nicht darauf aufmerksam machen möchte. Ein Beispiel ist hier die mikrokristalline Cellulose. Man findet sie in sehr vielen Kapseln auf der Zutatenliste wieder. Hier wird keine riesen Marketing-Show aufgefahren, obwohl die Nanoteilchen dieses Füllstoffs im Verdacht stehen sich im Körper anlagern zu können und noch unbekannte Risiken in sich tragen. Viele Hersteller von Nahrungsergänzungsmitteln wissen das oder sollten es zumindest wissen, der Kunde bleibt aber im Dunkeln stehen.

Die Wahrheit ist, dass es unmöglich ist bei jedem Produkt auf Zusatzstoffe oder Füllstoffe zu verzichten. Einige Pflanzenstoffe beispielsweise beinhalten bereits Trennmittel damit sie überhaupt verarbeitet werden können, ein Verzicht ist hier gar nicht möglich! Aber auch hier wissen sich einige Hersteller zu helfen und Kennzeichnen nur den Pflanzenextrakt als Inhaltsstoff, jedoch nicht seine genaue Zusammensetzung! Ein guter Hersteller sollte alle seine Inhaltsstoffe ausweisen und detailliert aufschlüsseln.

Auch wir müssen in unseren Vitamin-Kapseln teilweise Zusatzstoffe einfügen damit diese verarbeitet werden können, wir achten jedoch darauf das, der Anteil dieser Stoffe möglichst gering ist und versuchen wo wir können alternative Füllstoffe zu verwenden.

Das Geschäft mit den Monopräparaten

Da du jetzt bereits über die Tricks mit den Zusatz- und Füllstoffen bescheid weißt, kommen wir nun zu einem anderen Thema welches für dich als Verbraucher sehr wichtig ist, die Wirksamkeit der Vitamin- oder Mineralstoffkapseln die du kaufst. Es ist immer noch so, dass sich viele Kunden vor dem Kauf von Nahrungsergänzungsmitteln nicht genügend informieren und einfach das nächstbeste Produkt kaufen. Meistens ist wird aus Kostengründen auch das billigste genommen. Dabei sollte jedem klar sein, dass günstig auch in den Regelfällen keine Qualität verspricht, denn der Preis muss ja irgendwo herkommen.

Günstig sind meistens die Monopräparate (Vitaminkapseln mir nur einem Wirkstoff) denn jeder Wirkstoff der mehr enthalten ist, kostet in der Herstellung bares Geld. Weiterhin lässt sich doch auch deutlich mehr Gewinn erwirtschaften, wenn ein Kunde nicht nur ein Nahrungsergänzungsmittel kauft sondern gleich 2 oder 3 obwohl es durchaus möglich ist diese 2-3 Wirkstoffe in einem Produkt unter zu bringen. Du als Käufer hast mehr Geld ausgegeben obwohl du sparen wolltest und hast statt 1 Dose jetzt 3 stehen, sonst hast du nichts von Monopräparaten. Sinnvoller ist es doch hier Vitamine oder Mineralstoffe zu kombinieren die sich gegenseitig ergänzen oder nicht? So sparst du Platz, Geld und Nerven, da du immer nur 1 Produkt nachkaufen musst statt mehrere.

Aus rein ökonomischer Sicht sind Monopräparate für einen Hersteller besser, aus Kundensicht jedoch häufig nur sinnlos. Viele Vitamine und Mineralstoffe arbeiten im Körper zusammen und können ohne ihre Synergisten nicht die volle Wirkung erzielen. Gute Hersteller wissen das und bieten Kombipräparate an. Diese sind meistens etwas teurer, da mehr Inhaltstoffe vorhanden sind, bringen dem Kunden aber einen großen Mehrwert. Nur in Ausnahmefällen kann es Sinn machen auf ein Monopräparat zurück zu greifen (extremer Mangel, Wechselwirkungen mit Medikamenten).

FAZIT

Wie du siehst solltest du am besten studiert haben, wenn du Nahrungsergänzungsmittle kaufst J. Das ist natürlich nicht nötig, ein grundlegendes Verständnis über den Körper und seine Funktionsweisen bzw. die Stoffe die er benötigt ist aber doch von Vorteil. Bevor du Vitaminkapseln erwirbst, informiere dich ausreichend darüber worauf du achten musst und wie das Vitamin, der Mineralstoff oder Pflanzenextrakt wirkt? Welche weiteren Stoffe wirken synergistisch und sollten dabei sein?

Auch solltest du ein Blick auf den Hersteller werfen. Ist er ehrlich und informiert dich ausreichend über das Nahrungsergänzungsmittel? Sind alle Inhaltsstoffe klar deklariert und ersichtlich? Macht er einen seriösen Eindruck oder ist er nur auf das Verkaufen aus?

Mit einem gesunden Menschenverstand, lässt sich hier ganz einfach die Spreu vom Weizen trennen und ein guter Hersteller bzw. ein gutes Nahrungsergänzungsmittel finden.

Mehr Infos wie du gute Nahrungsergänzungsmittel erkennst bekommst du hier.

 

Wir übernehmen keine Haftung für die Richtigkeit oder die Aktualität des Inhaltes. Dies ist keine ärztliche Beratung und ersetzt auch keine solche. 

 

[1] http://www.wirtschaft.com/nahrungsergaenzungsmittel-vitamine-co-werden-immer-beliebter/

Eine Idee zu “Das Geschäft mit den Nahrungsergänzungsmitteln

  1. Pingback: Nahrungsergänzungsmittel und die Schattenseiten - naturalie.de

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