Vitamine und Mineralstoffe für das Immunsystem

Vitamine und Mineralstoffe sind für das Immunsystem sehr wichtig. Eine ausreichende Versorgung mit z.B. Vitamin D, Vitamin-C, Vitamin-E, Zink, B-Vitaminen und Selen ist für eine normale Funktion des Immunsystems unabdingbar und ein Mangel an diesen Stoffen kann zu negativen gesundheitlichen Folgen führen. Nicht vergessen werden sollte aber auch die Bedeutung der Darmflora auf das körpereigene Immunsystem. Mit knapp 80% beherbergt der Darm den Großteil der Immunzellen. Ein Ungleichgewicht (Dysbiose) kann daher das Immunsystem nachteilig beeinflussen.

Vorab sollte man jedoch erst einmal einen Überblick erhalten, was genau das Immunsystem ist und wie es funktioniert. Denn nur mit diesem Wissen ist es auch möglich die richtigen zu tun um es durch eine gesunde Lebensweise und der Zufuhr wichtiger Mikronährstoffe in seiner Funktion und Arbeit zu stärken und zu unterstützen.   

Was ist das Immunsystem bzw. wie funktioniert es?

Das Immunsystem dient der Abwehr und dem Schutz des Körpers vor Krankheitserregern wie pathogene Bakterien, Viren, Parasiten und Pilze. Es besitzt die besondere Fähigkeit, zwischen körpereigenen und körperfremden, vor schädlichen und unschädlichen Eindringlingen zu unterscheiden.

Haut und Schleimhäute als natürliche Barriere

Haut und Schleimhäute als passiver Teil der Immunabwehr dienen als mechanische Begrenzung und verhindern das Eindringen von körperfremden Partikeln und Krankheitserregern. Auf der Hautoberfläche befinden sich zusätzlich natürliche, nicht-pathogene Bakterien, die einen Säureschutzmantel als Schutzfilm ausbilden. Anders sieht es bei den Körperöffnungen aus, zu denen Mund, Nase, Augen, Ohren, Genitalien und After zählen. Neben dem Schutz vor Krankheitserregern muss zusätzlich ein Austausch zwischen dem inneren und dem äußeren Raum möglich sein. Diese Aufgabe übernehmen die Schleimhäute, die die Hohlräume zu den anschließenden Körperöffnungen auskleiden und in den Atem-, Verdauungs-, Harn- und Genitalwegen sowohl den Austausch als auch einen gewissen Schutz gewährleisten. Die Schleimhäute verfügen über Schleim, Flimmerhärchen, natürliche Bakterien, spezialisierte Enzyme und einen sauren pH-Wert in der Magenflüssigkeit, die Keime unschädlich machen. Eine besondere Rolle in der Abwehr von Krankheitserregern spielen nützliche Mikroorganismen, die die Haut und verschiedene Schleimhäute besiedeln.

Die mikrobielle Darmflora: wichtiger Teil des Immunsystems

Die Darmflora wird von speziellen Bakterien besiedelt, auch Enterotypen genannt (als Bezeichnung für die Besiedelungsvarianten der nützlichen  Darmbakterien)[1] . Sie ist Bestandteil des darmassoziierten Immunsystem, das mit GALT (englisch: gut-associated lymphoid tissue, darmassoziiertes lymphatisches Gewebe) abgekürzt wird[2],[3]. Dieses Immunsystem agiert unabhängig von der systemischen Immunfunktion und hat zwei wichtige Aufgaben zu erfüllen:

  1. vor potenziellen Krankheitserregern zu schützen und
  2. für Toleranz gegenüber Nahrungsbestandteilen zu sorgen[4].

Es muss verhindern, dass sich schädliche Keime im und über den Darm ausbreiten und gleichzeitig geschult werden, um zwischen körperfremden und körpereigenen Stoffen unterscheiden zu können. Die Darmflora besitzt große Bedeutung für ein starkes Immunsystem und ist deshalb seit der Jahrtausendwende immer stärker in den Fokus der Forschungen gelangt.

Die angeborene Immunabwehr:  Erste-Hilfe-Maßnahme

Abwehrmechanismen, die unabhängig vom Eindringling funktionieren und nicht zwischen den verschiedenen Erregern unterscheiden können, werden zur unspezifischen Immunabwehr gezählt. Weitere Begriffe sind natürliches oder angeborenes Immunsystem, da es bereits bei der Geburt vorhanden ist. Dieser Teil der Immunabwehr reagiert rasch auf Eindringlinge, allerdings mit nur beschränkter Wirksamkeit.

Ist es den Krankheitserregern gelungen, die natürliche Barriere zu passieren, wird innerhalb von wenigen Minuten das unspezifische Immunsystem aktiviert, um die Eindringlinge direkt vor Ort zu vernichten und deren Ausbreitung zu verhindern. Dies erledigen bestimmte Zelltypen der Leukozyten, die Makrophagen oder Fresszellen, Monozyten und neutrophile Granulozyten genannt werden. Sie werden durch chemische Botenstoffe zum Ort des Geschehens gelockt. Körperfremdes wird von den Fresszellen umschlossen und abgebaut. Das angeborene Immunsystem „erinnert“ sich jedoch nach dem Abklingen der Reaktionen nicht an die Erreger, wenn diese noch einmal auftauchen. Deshalb beginnt die Reaktion bei jedem weiteren Kontakt so, als ob es die erste Begegnung ist. Können die Erreger durch die angeborene, unspezifische Immunabwehr nicht vollständig zerstört werden, sorgt diese dafür, dass ein weiterer Teil des Abwehrsystems aktiv wird: die erworbene Immunabwehr[5].

Die erworbene Immunabwehr: langer Schutz durch gutes Training

Die besondere Gabe der erworbenen Immunabwehr besteht darin, dass die verschiedenen Abwehrzellen als Team aktiv werden, um effektiv einen konkreten Erreger zu vernichten. Diese zweite Säule der Immunabwehr basiert auf Mechanismen, bei denen durch die Zusammenarbeit von verschiedenen Immunzellen, den B- und T-Zellen, und dem Gewebe passende Abwehrstoffe gegen eine bestimmte Art von Erregern gebildet werden, die sogenannten Antikörper. Das heißt, die spezifische Immunantwort muss erworben werden, das Immunsystem sich auf den Erregertyp erst einstellen. So kommen die synonymen Bezeichnungen erworbenes und adaptives Immunsystem zustande. Die erworbene Immunabwehr benötigt jedoch eine gewisse Zeit, um ausreichende Schlagkraft zu entwickeln: Stunden bis zu mehreren Tagen. Durch Fremdmoleküle, fremde Eiweiße oder Strukturen werden Reaktionen ausgelöst, die zur Bildung von Antikörpern führen. Diese Fremdstoffe werden Antigene genannt (griechisch: anti, gegen; gennao, bilden; englisch: antibody generating, Antikörper bildend). Eine wichtige Rolle spielen dabei die antigenpräsentierenden Zellen (englisch: antigen representing cell, APC), die die Erreger erkennen und deren Beseitigung einleiten. Zu ihnen gehören Monozyten, Makrophagen und B-Lymphozyten (gehören zu den weißen Blutkörperchen). Aber auch andere Zellen, wie Körperzellen, können neben ihrer eigentlichen Funktion zusätzlich als antigenpräsentierende Zellen fungieren. Von besonderer Bedeutung in der adaptiven Immunabwehr sind die T- und B-Zellen. Beides sind Leukozyten (weiße Blutkörperchen).

Die T-Helfer-Zellen bringen mit Hilfe von bestimmten Botenstoffen die Abwehr in Gang, indem sie die B-Zellen aktivieren. Die regulatorischen T-Zellen verhindern das Überschießen der Reaktion. T-Killer-Zellen erkennen die fremden Strukturen, Viren oder Tumorzellen und zerstören sie.

Die B-Lymphozyten bilden den exakt passenden Antikörper zu den Antigenen: Man spricht in diesem Zusammenhang vom Schlüssel-Schloss-Prinzip. Diese Antikörper binden an die Fremdstruktur, markieren sie auf diese Weise für den Angriff der Fresszellen, die diese unschädlich machen.

Dahinter steckt eine Art Lernprozess, die zu einer erworbenen Fähigkeit führt, die als immunologisches Gedächtnis erhalten bleibt. Ein Teil der B- und T-Zellen entwickelt sich zu Gedächtniszellen. Bei einer späteren erneuten Konfrontation mit dem gleichen Erreger kann der Körper auf diese Weise sehr rasch die passenden Antikörper zur Verteidigung bereitstellen. Dies ist die Erklärung dafür, dass beispielsweise Erwachsene an einigen Infektionen weniger stark erkranken als Kinder, die noch keine immunologische Erfahrung aufweisen können. Darüber hinaus wird dieses Prinzip für Impfungen genutzt: Der Impfstoff wird so konzipiert, dass er eine harmlose Version des Erregers enthält, der aber die Bildung eines spezifischen Antiköpers auslöst. Beim späteren Kontakt mit dem „echten“ Keim, der die markanten Strukturen enthält, wird dieser Dank des immunologischen Gedächtnisses schnell abgewehrt[6] – so die Theorie.

Wenn das Immunsystem geschwächt ist

Was bedeutet Immunschwäche?

Das Immunsystem arbeitet als ein Netzwerk aus Gewebe, Organen, Leukozyten und Eiweißen.  Bereits bei geringen Störungen im Zusammenspiel der Faktoren gerät die Immunfunktion aus dem Gleichgewicht und es besteht ein höheres Risiko für Infektionen und Erkrankungen. Je nach Ausmaß können leichtere oder schwere Krankheitsformen resultieren, die bis zu lebensbedrohlichen Zuständen führen können.

Immundefizienzstörungen können die Folge von genetischen Defekten, beispielsweise Mutationen, sein. Sie werden den primären Immundefekten zugeordnet. Es sind mehr als 100 solcher primären Immundefekte bekannt, die jedoch selten vorkommen. Obwohl diese Störungen angeboren sind, werden sie vielfach erst später im Leben erkannt.

Weitaus häufiger sind die sogenannten sekundären Immundefekte. Sie stehen mit Krankheiten, Umweltfaktoren, Unterernährung und bestimmten medikamentösen Therapien im Zusammenhang und beeinträchtigen die adaptive Immunität[7].

Wie zeigt sich ein geschwächtes Immunsystem (Symptome)?

Bei einem geschwächten Immunsystem haben die Krankheitserreger ein leichteres Spiel. Betroffene werden öfter krank und zeigen längere und schwerere Krankheitsverläufe. Neben der Infektanfälligkeit können auch allgemeine Anzeichen Ausdruck eines geschwächten Immunsystems sein.

Hinweise auf eine Immunschwäche können sein:

  • Anfälligkeit für Infekte,
  • häufigere Erkrankungen
  • längere Krankheitsdauer,
  • verzögerte Wundheilung,
  • Müdigkeit, Konzentrationsstörungen, Erschöpfung,
  • Verdauungsprobleme,
  • Kopfschmerzen,
  • Hautirritationen, Herpes,
  • Haarausfall,
  • Allergische Reaktionen,
  • Muskel-und Gelenkschmerzen[7].

Ursachen eines schwachen Immunsystems

Handelt es sich um eine primäre Immunschwäche, dann liegt ein Gen Defekt vor, der beispielsweise die B- oder T-Zellen, aber auch andere Faktoren in der Immunabwehr betreffen kann. Diese Komponente liegt in der Folge vermindert oder nicht voll funktionsfähig vor.

Sekundäre Erkrankungen des Immunsystems treten auf:

  • durch eine lang andauernde oder schwere Krankheit,
  • unter bestimmten Medikamenten,
  • im hohen Lebensalter.

Während der Infektion mit dem humanen Immundefizienvirus (HIV) kommt es zu einer der schwersten Formen einer erworbenen Immunschwäche, dem erworbenen Immundefektsyndrom, englisch:  acquired immunodeficiency syndrome, AIDS. Weitere schwere Erkrankungen, die die Bildung von Immunzellen (B- und T-Zellen, weiße Blutkörperchen) im Knochenmark herabsetzen, stellen Leukämie (Blutkrebs, betrifft das Knochenmark) und Lymphome (Lymphdrüsenkrebs, betrifft das lymphatische Gewebe) dar[7].

Chronische Erkrankungen wie Diabetes können ebenfalls einen Immundefekt zur Folge haben, wenn durch den hohen Blutzuckerspiegel die Funktion Leukozyten beeinträchtigt wird. Im Zuge von Infektionen mit dem Zytomegalievirus (CMV) oder EBV und durch Nieren- und Lebererkrankungen können Immundefekte auftreten[8].

Neben der Krebs-Erkrankung selbst, kann die Chemotherapie und Strahlen-Behandlung Ursache einer Immunschwäche sein. Bei Organtransplantationen und Autoimmun-Erkrankungen kommen vielfach Immunsuppressiva zum Einsatz, die gezielt die körpereigene Abwehr herabsetzen sollen: Um die Abstoßungsreaktion bei Transplantation zu vermeiden und die überschießende Immunreaktion gegen körpereigenes Gewebe bei Autoimmunkrankheiten einzudämmen.

achtungEinige Corticosteroide (Prednisolon, Methylprednisolon), Antibiotika, Schmerzmittel und Antidepressiva können eine Immunschwäche verursachen[9].

Mit zunehmendem Alter verliert das Immunsystem an Effektivität. Dies ist auf verschiedene altersbedingte Erscheinungen zurückzuführen. Im Alter geht die Produktion von Immunzellen wie T-Zellen zurück und diese reagieren weniger schnell auf Antigene und die sich anschließende Antikörperproduktion ist trotz gleicher Menge nicht mehr so wirkungsvoll. Auch andere Abwehr-Zellen (Makrophagen) verlieren an Fähigkeiten. Diese im Alter zunehmenden Einschränkungen in der Immunfunktion tragen dazu bei, dass ältere Menschen anfälliger für Infektionen und bestimmte Erkrankungen sind. Zusätzlich nehmen Erkrankungen und Medikationen, die das Immunsystem schwächen, im Alter zu[10].

Ungesunde Lebensweise: Faktoren, die das Immunsystem schwächen

Viele der allgemein als gesundheitsschädigend bekannten Kandidaten schwächen auch das Immunsystem. Es lohnt sich daher, die eigenen Lebensweise zu überprüfen und mit einem Wandel zur Stärkung der Immunabwehr beizutragen!

Eine ungesunde Ernährung mit ungesundem Fett, kohlenhydratreich (Weizenmehlprodukte, Zucker) und hohem Anteil an Fertigprodukten sowie gezuckerte oder alkoholische Getränke schädigen auf Dauer das Immunsystem. Aber auch Mangelernährung wirkt auf die Immunabwehr, weil damit eine ungenügende Versorgung mit Vitaminen und Mineralstoffen verbunden ist[11]. Bewegungsarmut setzt die Leistungsfähigkeit der Immunabwehr herab[12]. Die körperliche Aktivität sollte angemessen sein, da übermäßiges Training gleichfalls schädigen kann: In einer Studie wurde gezeigt, dass in diesen Fällen eine vorübergehend erhöhte Infektanfälligkeit auftreten kann[13]. Menschen mit Übergewicht neigen zu Entzündungsreaktionen und damit einhergehender Beeinträchtigung der Immunfunktion[14].

Rauchen hat komplexe Auswirkungen auf den Körper. Es zwingt ihn zu ständiger Alarmbereitschaft, provoziert dabei auch überschießende Immunreaktionen und verhindert gleichzeitig Immunreaktionen, die zum Schutz sind. Das immunsystem gerät aus dem Gleichgewicht[15]. Stress über einen längeren Zeitraum, beispielsweise durch hohe Arbeitsbelastung, traumatische Ereignisse oder familiäre Probleme, verändern typische Stressparameter im Körper. Stresshormone werden ausgeschüttet, gleichzeitig sinken bestimmte Zellen und Substanzen, die für die Abwehr von Krankheitserregern benötigt werden. Es resultiert eine größere Anfälligkeit gegenüber Krankheiten. Anders sieht es aus, wenn es sich um einen kurzzeitigen Stress handelt, der nur einige Stunden dauert. In diesem Fall wurde eine Steigerung der Immunabwehr nachgewiesen. Dies bietet, zum Beispiel, dem Fallschirmspringer kurz vor seinem Absprung oder dem Fußballspieler beim Spielanpfiff einen gewissen Schutz[16].

Zu wenig und schlechter Schlaf schwächt das Immunsystem. Diese Tatsache gehört zu den Erfahrungen, die nahezu Jeder schon einmal gemacht hat und wurde durch Studien belegt[7]. In einem umfangreichen Review wurden 2019 Studien zusammengefasst, die sich mit dem Einfluss von Schlaf auf das Immunsystem beschäftigen. Schlussfolgernd empfehlen die Autoren, ausreichenden Schlaf nach Impfungen, damit die Reaktion auf den Impfstoff effizienter ist und bei Infekten, weil so der Krankheitsverlauf milder ist. Auf der anderen Seite stört andauernder Schlafmangel das gesunde Gleichgewicht in der Immunfunktion und fördert das Risiko für verschiedene Erkrankungen.

Stärke dein Immunsystem – schlechte Gewohnheiten ablegen!

Überprüfen Sie Ihre Lebensweise und vermeiden Sie Faktoren, die das Immunsystem schwächen!

Stärken Sie das Immunsystem, indem Sie

  • sich gesund ernähren,
  • Alkohol meiden,
  • sich das Rauchen abgewöhnen,
  • sich regelmäßig und in angemessenem Maße bewegen,
  • Stress über einen langen Zeitraum vermeiden,
  • sich ausreichend Schlaf gönnen.

Wie kann das Immunsystem gestärkt werden?

Mittel und Maßnahmen, die positiv auf das Immunsystem wirken, entlasten dieses und:

  • wirken gegen potentielle Krankheitserreger (Bakterien, Viren, schädigende Pilze, Parasiten,
  • fördern die Bildung von Immunzellen,
  • unterstützen die Funktion der Immunzellen,
  • helfen bei der Erhaltung des Gleichgewichts im Immunsystem: verhindern überschießende Reaktionen und fördern schwächere Komponenten
  • beseitigen freie Radikale (antioxidative Wirkung),
  • hemmen Entzündungen.

Der Bedarf, das Immunsystem zu stärken, besteht nicht nur bei einer geschwächten Immunabwehr, einem fehlgesteuerten Immunsystem oder bei bereits vorliegenden Erkrankungen. Auch das gesunde Immunsystem sollte gestärkt werden, um in Phasen erhöhter Gefahr, beispielsweise in Zeiten erhöhter Grippe-Infektionen oder während der gegenwärtigen Corona-Epidemie, ausreichend gerüstet zu sein. Bei Autoimmunerkrankungen mit überschießender Reaktion des Abwehrsystems bedeutet eine Stärkung, dass das aus dem Gleichgewicht geratene Immunsystem reguliert und damit wieder in Balance gebracht wird3.

Mit Nahrungsergänzungen das Immunsystem unterstützen

Mineralien und Vitamine

Ein Mangel an Mikronährstoffen, vor allem an Vitaminen und Mineralstoffen unterdrückt die Immunfunktion, indem es die T-Zellen vermittelte Immunantwort und die Antikörperbildung beeinflusst. Das Immunsystem arbeitet nicht mehr effizient. In der Folge erhöht sich die Anfälligkeit gegenüber Infektionen und die Schwere der damit verbundenen Erkrankungen. Eine unzureichende Aufnahme von Mikronährstoffen tritt bei Menschen mit Essstörungen und bestimmten Krankheiten sowie bei Rauchern und Alkoholikern aus. Aber auch während der Schwangerschaft und Stillzeit sowie im höheren Lebensalter besteht die Gefahr, dass die aufgenommene Menge an Vitaminen und Mineralstoffen nicht ausreichend ist und dies die Schwächung der Immunfunktion begünstigt [17].

In einer umfangreichen Studie, bei der gesunde Personen im Alter von 55 bis 75 Jahren täglich ein Multivitamin-Präparat über 12 Wochen einnahmen, wurde der Immunstatus nach Supplementierung untersucht. In dem verabreichten Präparat waren Vitamine und Mineralstoffe in den folgenden Mengen enthalten:

VitalstoffMengenangabe
Vitamin A700µg
Vitamin D400IE
Vitamin E45mg
Vitamin B66,6mg
Vitamin B9 (Folsäure)400µg
Vitamin B12 9,6µg
Vitamin C1000mg
Eisen 5mg
Kupfer0,9mg
Zink10mg
Selen110µg

Vor und nach der Behandlung wurde der Vitamin-Status und die Konzentration der Mineralien für Vitamin C und D sowie Zink gemessen. Darüber hinaus wurde der Immunstatus und die Immunfunktion über verschiedenen Parameter wie Cytokin-Spiegel, Immunglobulin A Messung und Phagozytose-Aktivität bestimmt. Parallel dazu wurde der allgemeine Gesundheitszustand über Selbstauskunft erfasst.

achtungNach zwölf Wochen verbesserte sich durch Supplementierung der Vitamin C – und Zinkstatus sowie der Gesundheitszustand.  Vitamin D Spiegel und Immunfunktionen zeigten keine veränderten Werte bei dieser allerdings geringen Zahl von Probanden (je 21 Probanden pro Gruppe). Die Autoren nehmen an, dass sich bei einer größeren Studienpopulation und bei Ausbau der Funktionstests ebenfalls Veränderungen in den Parametern zur Beschreibung der Immunfunktion nachweisen lassen[18].

 

Vitamin C für das Immunsystem

Für Ascorbinsäure (Vitamin C) sind seit langem für seine positiven Wirkungen auf das Immunsystem bekannt. Es ist nützlich für die Aufrechterhaltung der Barrierefunktion der Haut und verhindert somit das Eindringen von vitamin c ester cKrankheitserregern. Vitamin C schützt vor freien Radikalen. Mit seinen antioxidativen Eigenschaften entlastet dieses Vitamin das Immunsystem. Außerdem unterstützt Vitamin C die Proliferation und Funktion von Immunzellen sowohl des angeborenen als auch des erworbenen Immunsystems. Schließlich benötigen wertvolle Antioxidantien wie Vitamin E und Glutathion das Vitamin zur Regeneration[19]. Wegen seiner vielfältigen Aktivitäten in der Immunabwehr kommt es während einer Infektion zu einem sehr hohen Verbrauch, der rasch durch Nahrungsergänzungen kompensiert werden muss.

achtungIn der Auswertung von 29 Placebo kontrollierten Studien mit mehr als 11000 Studienteilnehmern konnte gezeigt werden, dass Supplementierung mit mehr als 200 mg Vitamin C pro Tag, die Dauer und die Schwere einer Erkältung bei Kindern und Erwachsenen verringert[20].

Vitamin D – Immunmodulator von enormer Bedeutung

Immunzellen sind mit Vitamin D-Rezeptoren ausgestattet und benötigen für ihre Funktion Vitamin D[21]. In Studien wurde gezeigt, dass bei einem niedrigen vitamin d 5000ie kaufenVitamin D Level das Risiko ansteigt, an Atemwegserkrankungen wie Erkältungen, Bronchitis, Grippe und Lungenentzündungen zu erkranken[22]. In einigen Studien konnte gezeigt werden, dass Vitamin-D-Gaben positiven Einfluss auf den Krankheitsverlauf von Autoimmunerkrankungen hat. Allerdings wurde Vitamin D deutlich höher dosiert als in den allgemeinen Empfehlungen angegeben.

achtungBei Patienten mit Multipler Sklerose senkte sich bei 10.400 Einheiten pro Tag die Konzentration des Interleukin 17 (IL-17), das ein entzündungsfördernder Botenstoff ist[23]. In einer anderen Studie nahm die Zahl der Immunzellen bei den Probanden nach 12 Wochen zu, wenn sie 4600 IE Vitamin D pro Tag einnahmen[18].

B-Vitamine wirken vielfältig auf das Immunsystem

Die B-Vitamine B6, B12 und Folsäure spielen in der T-Zell Differenzierung und vitamin b komplex hochdosiertder Bildung von Antikörpern eine Rolle. Vitamin B6 unterstützt die Reifung und die Aktivität von Lymphozyten. Vitamin B12 hilft bei der Produktion von T-Zellen und reguliert das Verhältnis der T-Zell-Subtypen T-Helfer- zu zytotoxischen T-Zellen. Vitamin B12 und Folsäure sind darüber hinaus an der Bildung von Antikörpern beteiligt[24]. Bei Schwerkranken konnten hohe Dosen Vitamin B6 (50 oder 100 mg / Tag) die Immunantwort verbessern[25].

 

 

Vitamin E – Einfluss auf T-Zellen und Lymphozyten

Vitamin E unterstützt die T-Zellfunktion und die Proliferation von Lymphozyten[26]. In einer Studie mit 80 teilweise unterernährten Patienten, die an Tuberkulose erkrankt waren, konnte anhand der Vergleiche von Vitamin-E-Werten, der Immunglobulin- und T-Zell-Spiegel vor und nach Supplementierung von Vitamin E nachgewiesen werden, dass dieses Vitamin zu einer verbesserten Immunfunktion bei den Tuberkulose-Patienten führte[27].

Mit Zink und Selen die Immunabwehr stärken

Zink ist unerlässlich für ein starkes Immunsystem. Bei einem Zinkmangel kommt es zu Wachstums- und Funktionsstörungen bei den B- und T-Zellen[28]. T-Helfer-, T-Killer- und Natural-Killerzellen werden nur in Anwesenheit von Zink aktiv[29]. Zur Prophylaxe eines Mangelzustandes wird eine Zufuhr von 15 Milligramm Zink pro Tag empfohlen. Um einen Zinkmangel auszugleichen, sollte die Dosis auf bis zu 50 Milligramm erhöht werden[30].

Selenmineralstoffe kapseln vorteile ist Cofaktor verschiedener antioxidativ und entzündungshemmend wirkender Proteine und spielt als essenzielles Spurenelement für das immunsystem eine große Rolle. Eine vermehrte Aufnahme von Selen verbessert die Immunabwehr und bei einem Mangel an Selen fällt die Immunreaktion gegen Viren, Allergene und Tumorzellen schwächer aus[31].

achtungDie Aufnahme mit der Nahrung ist häufig problematisch, da unsere Lebensmittel nicht ausreichend Selen enthalten. In wissenschaftlichen Untersuchungen konnte gezeigt werden, dass die Supplementierung von Selen die Immunfunktion verbessert.[32]  Ältere Personen weisen häufiger einen ausgeprägten Selen-Mangel und eine höhere Infektanfälligkeit auf[33].

Als Nahrungsergänzung werden Dosierungen für Selen zwischen 70 und 200 Mikrogramm pro Tag empfohlen. Die Ideale Zufuhr ergibt sich aus der Berechnung gemäß 1,5 Mikrogramm pro Kilogramm Körpergewicht und Tag. Ohne ärztliche Konsultation und Kontrolle der Selen-Werte im Blut sollte nicht mehr als 300 Mikrogramm Selen am Tag zu sich genommen werden[34].

Darmgesundheit: Probiotika und Präbiotika in der Immunabwehr

Fast 80 Prozent der Immunzellen befinden sich im Darm. Allein diese Tatsache erklärt, weshalb die Gesundheit des Darmes für das Immunsystem so wichtig ist und es bei einer gestörten Darmflora geschwächt wird. Neben ihren Aufgaben bei der Aufnahme von Nährstoffen, Vitaminen und Mineralstoffen sorgen die Darmbakterien dafür, dass das Verhältnis der einzelnen Mikroorganismen ausgewogen bleibt und Krankheitserreger sich nicht zu stark vermehren können.

Probiotika sind Präparate, die nützliche (probiotische) Bakterienstämme enthalten. Am häufigsten werden Bifidobacterium und Lactobacillus-Arten, gefolgt von Streptococcus, Enterococcus, Bacillus und Escherichia coli in Probiotika Präparaten verwendet[35].

Probiotika sorgen für den Erhalt der Darmflora und für deren Sanierung nach einer Antibiotika Therapie. Außerdem stimulieren sie das angeborene und das erworbene Immunsystem sowie die Phagozytose (Vorgang, bei dem die Fresszellen Fremdpartikel oder Erreger in sich aufnehmen und vernichten). Sie sind sie in der Lage, das Immunsystem wieder ins Geleichgewicht zu bringen.

achtungEs gibt zahlreiche Studien, die zeigen, dass bei Probiotika Anwendung die Anfälligkeit gegenüber Erkältungen geringer war und diese kürzer andauerten[36]. In einem Review-Artikel wurden Publikationen, die sich mit dem Effekt der Probiotika bei Infektionen der oberen Luftwege, bei Bronchitis und chronischer obstruktiver Pulmonarerkrankung (englisch: chronic obstructive pulmonary disease, COPD) beschäftigten, zusammengestellt[37]. Beurteilt wurde bei den COPD Patienten eine mögliche Zustandsverschlechterung, die Lebensqualität, die Lungenfunktion, die Krankenhausaufenthalte und Sterblichkeit. Insgesamt brachte der Einsatz von Probiotika Verbesserungen, die im Ausmaß und bezüglich der untersuchten Parameter nicht einheitlich in allen Studien waren. Dennoch habe die Patienten von der Probiotika Einnahme profitiert und die Sicherheit von Probiotika-Präparaten wurde bestätigt.

Obwohl der Mechanismus noch nicht klar ist, konnte im Tierversuch gezeigt probiotika pulver komplexwerden, dass das Darmmikrobiom Auswirkungen auf die Immunantwort gegenüber Infektionen der Atemwege hat[38]. Diskutiert wird darüber hinaus der Einsatz von Probiotika in der Bekämpfung des COVID 19 Virus[39]. In der vorliegenden Studie wird erläutert, wie oral verabreichte probiotische Stämme die Inzidenz und den Schweregrad verringern können. Angesichts der Sicherheit dieser Nahrungsergänzungen würden diese als Teil der Gesamtstrategie unterstützend zum „Flatten the Curve“, also zu einer Abflachung der Kurve beitragen. „Flatten the Curve“ als Ziel beschreibt das Abflachen der Kurve, die die Anzahl der Kranken pro Zeiteinheit darstellt. Eine flachere Kurve bedeutet, dass sich die Ausbreitung des Virus verlangsamt und weniger Menschen behandelt werden müssen.

Andere Strategien der Stärkung des Immunsystems diskutieren die Rolle von Vitamin C, D und Selen[40] oder Antioxidantien und anti-entzündliche Supplemente[41] im Kampf gegen COVID-19.

Präbiotika sind Pflanzenfasern, die von den Darmbakterien zu nützlichen kurzkettigen Fettsäuren umgesetzt werden. Zu ihnen gehören beispielsweise Inulin, Galakto-Oligosaccharide (GOS) und Frukto-Oligosaccharide (FOS). Sie dienen als Nahrung für die Zellen der Darmschleimhaut und fördern die Vermehrung der nützlichen Darmbakterien (Laktobazillen, Bifidobakterien). Durch den Abbau entsteht ein leicht saures Darm-Milieu, das für die Abwehr von pathogenen Darmkeimen und die Verdauung im Darm günstig ist3.

Vitalpilze zur Stärkung der Immunfunktion

Vitalpilze besitzen zum Teil starke immunmodulierende Eigenschaften und wirken positiv auf das Immunsystem. Wegen ihres antioxidativen Potenzials unterstützen sie die Immunabwehr[42]. Bei Anwendung des Agaricus blazei Murrill (ABM) wurden immunkompetenten Zellen anhand ihrer Interleukin-Profile charakterisiert und festgestellt, dass es Hinweise darauf gibt, dass die Inhaltsstoffe des Vitalpilzes bestimmte T-Zellpopulationen positiv verändert[43]. Ähnliche Effekte wurden bei der Einnahme von Shiitake-Pilzen gefunden. Nach vierwöchigem Verzehr wurden im Blut Änderungen von Parametern nachgewiesen, die mit einer verbesserten Zellproliferation und Aktivierung der an der Immunantwort beteiligten Zellen im Zusammenhang stehen[44].

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Quellen

Literaturnachweise

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[5] https://www.apotheken-umschau.de/mein-koerper/immunsystem/das-immunsystem-702907.html

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