Gute Nahrungsergänzungsmittel erkennen – 7 Tipps

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Woran erkennt man gute Nahrungsergänzungsmittel?

Wie erkennt man ob es sich bei einem Nahrungsergänzungsmittel (NEM) um ein Qualitätsprodukt oder einfach nur um eine Massenprodukt handelt, welches hergestellt wurde nur um Profit zu machen? Und welche Dinge solltest du vor jedem Kauf unbedingt beachten? Alle diese Fragen klären wir in dem folgenden Beitrag.

Die Herkunft deines Nahrungsergänzungsmittels

Ein gutes Nahrungsergänzungsmittel sollte stets unter strengen Sicherheits- und Qualitätsstandards hergestellt werden. Besonders strenge Richtlinien gelten in Deutschland in Bezug auf die Hygiene und die Schadstoffkontrollen. Bei Herstellern aus der EU oder anderen Staaten wie der USA ist stets Vorsicht geboten, hier gelten andere Regeln und Vorschriften als bei uns, die nicht immer besser sind. Auch gelten in anderen Staaten unterschiedliche Grenzwerte für Schadstoffe oder Inhaltsstoffe. Produkte die in Deutschland nicht hergestellt werden dürfen, weil sie Höchstgrenzen überschreiten, können ohne Probleme in anderen Ländern produziert und hier vertrieben werden.

Qualitätssiegel

Ein sehr wichtiges Indiz für einen guten Hersteller ist das HACCP-Siegel (Hazard Analysis and Critical Control Points). Hersteller die dieses Siegel tragen, müssen ein Konzept verfolgen in dem alle Gefahren die durch Stoffe oder andere Dinge auf Lebensmittel übergehen können vermieden werden, dazu zählen unter anderem Kontrollmaßnahmen (Laboranalysen) aber auch Hygienevorschriften. Weitere Siegel die dir Helfen einen guten Hersteller zu finden sind das TÜV-Siegel sowie DIN-Normen (DIN ISO 9001 und weitere).

Daneben gibt es noch eine Vielzahl anderer schöner und bunter Siegel die aber meistens keinen weiteren Hintergrund haben, sondern nur geschaffen wurden um den Verbraucher in die Irre zu führen. Die meisten Siegel versprechen keine besseren Kontrollen oder mehr Sicherheit. Beim Kaufen solltest du also auch die oben genannten gängigen und offiziell gültigen Siegel und Richtlinien achten.

Viele Hersteller setzten bewusst nichts sagende Testsiegel ein, von Internetseiten bei denen die Produkte nicht wissenschaftlich untersucht werden, sondern einfach nur die Inhaltsstoffe, der Preis oder die Bewertungen von Amazon verglichen werden umso dann den Sieger ermitteln. Im weiteren muss auch hier die Unabhängigkeit der Testseiten hinterfragt werden.

Kontrolle der Inhaltsstoffe

Neben dem Land indem das NEM hergestellt wurde gilt es vor Allem auf die Inhaltstoffe zu achten. Leider ist es selbst in Deutschland bei namenhaften Produzenten immer noch der Fall das neben den eigentlichen Wirkstoffen noch viele unnötige Zusatzstoffe, Pressmittel oder Farbstoffe verwendet werden, die weder eine bessere Wirkung erzielen noch einen positiven Einfluss auf die Gesundheit haben.

Ein gutes Nahrungsergänzungsmittel ist daher fast oder vollkommen frei von diesen nicht notwendigen Zusatzstoffen, dazu zählen unter anderem:

  • Farbstoffe: Titandioxid (E171), Eisenoxid, Eisenhydroxid (E172), Aluminium (E173)
  • Zusatzstoffe und Füllstoffe: Magnesiumstearat (E470b Magnesiumsalz von Speisefettsäuren), Aspartam (E951), Sorbitol oder Sorbit (E420), Siliciumdioxid (E551), Talkum (E553b), Calciumsilicat (E552), Magnesiumsilicat, Magnesiumtrisilicat (E553a), Natriumaluminiumsilicat (E554), Kaliumaluminiumsilicate (E555), mikrokristalline Cellulose

Eine komplette Auflistung aller Stoffe findest du hier.

Besonders häufig werden die Farbstoffe Titanoxid und Eisenoxid verwendet um die Kapseln oder Tabletten zu färben, damit diese schön aussehen, denn das Auge isst ja bekanntlich mit. Das diese Stoffe aber keinen nennenswerten Vorteil für den Konsumenten haben wird dabei außer Acht gelassen.

Der aber wohl am häufigsten verwendete Zusatzstoff ist Magnesiumstearat. Dieses ist das Magnesiumsalz der Stearinsäure und wird aus Fetten und Ölen unter der Spaltung ihrer Glyceride mittels Magnesium, Seifen und Glycerin gewonnen.[1] Es ist kein natürlicher Stoff sondern wird chemisch hergestellt und von den meisten Herstellern als Trenn- und Fließmittel eingesetzt. Ob es gesundheitlich unbedenklich ist oder der Gesundheit schadet ist bis heute noch nicht hinreichend wissenschaftlich untersucht wurden.

Zusammensetzung des Nahrungsergänzungsmittels

Ein weiterer wichtiger Punkt, der leider sehr wenig beachtet wird ist die Zusammensetzung des NEM. Was sind die Hauptbestandteile und ergänzen sich diese in ihrer Wirkung? Viele Hersteller verkaufen jedes Vitamin oder Mineral einzeln. Bei manchen ist dies Sinnvoll, beim Großteil jedoch zielt es meist nur auf den Profit ab. So lässt sich mit vielen einzelnen Produkten mehr Gewinn machen als mit wenigen Kombipräparaten. Dabei ist es für die Wirksamkeit durchaus angebracht nicht nur ein Stoff in eine Kapsel zu packen sondern gleich 2 oder 3 Hilfsstoffe bzw. Katalysatoren hinzuzufügen. Der Körper benötigt diese Stoffe um den Hauptbestandteil des Produktes überhaupt verwerten zu können. Viele Nahrungsergänzungsmittel werden vom Körper kaum resorbiert, da die notwendigen Katalysatoren oder andere Stoffe fehlen, hier wird einfach an der falschen Stelle gespart.

7 Punkte auf die du beim Kauf von Nahrungsergänzungsmitteln achten solltest

Neben den bereits genannten Punkten gibt es noch weitere wichtige Dinge die du beachten solltest. Zusammenfassend legen wir dir diese 10 Punkte an Herz, mit denen du ein gutes Nahrungsergänzungsmittel erkennst:

  1. Wo kommt dein Nahrungsergänzungsmittel her? – Zu bevorzugen ist die Herstellung in Deutschland oder einem anderen Land mit hohen Sicherheits- und Qualitätsanforderungen
  2. Wird das Nahrungsergänzungsmittel nach Qualitätsrichtlinen hergestellt? – Achte beim Kauf auf Siegel wie HACCP, TÜV, BIO-Siegel oder DIN Normen
  3. Erfolgen unabhängige Kontrollen der Nahrungsergänzungen? – Viele Hersteller verzichten auf Laboranalysen ihrer Produkte damit diese kostengünstiger angeboten werden können. Jedoch ist dies immer mit einem Gesundheitsrisiko verbunden. Achte deshalb darauf das der Nahrungsergänzungsmittelhersteller Laborkontrollen durchführen lässt und auch den Bericht zur Hand hat.
  4. Wie ist die Zusammensetzung des Produktes? – Monopräparate mit nur einem Wirkstoff sind häufig nicht sinnvoll, da Vitamine und Mineralstoffe immer Synergisten und Katalysatoren haben die nur in Kombination richtig im Körper wirken und so auch einen Nutzen haben. Schau deshalb auf die Zusammensetzung und vergewissere dich das diese auch Zielführend ist!
  5. Wie hoch ist das Nahrungsergänzungsmittel dosiert? – Oft sind wichtige Vitamine und Mineralstoffe zu gering dosiert, sodass man mehrere Kapseln oder Tabletten am essen muss, um auf die gewünschte Menge zu kommen. Natürlich gibt es Grenzwerte (Nutrient Referenve value kurz NRV) an die sich jeder Produzent halten muss, viele reizen diese Grenzwerte jedoch nicht aus, sodass der Konsument mehr Produkte kaufen muss, was eigentlich gar nicht notwendig wäre.
  6. Welche Füll- oder Zusatzstoffe sind enthalten? – Für die Herstellung von Nahrungsergänzungen werden häufig Fließ- und Trennmittel benötigt, damit die Wirkstoffe verarbeitet werden können. Viele dieser Stoffe (Magnesiumstearat, Titandioxid, mikrokristalline Cellulose, usw.) werden zwar als unbedenklich von Behörden eingestuft, sonst dürften diese auch nicht in Nahrungsergänzungen verarbeitet werden, sind aber schon längst in der Kritik wegen möglichen gesundheitlichen Risiken. Gute Nahrungsergänzungsmittel kommen ohne diese Zusatzstoffe aus oder verwenden andere natürliche Stoffe wie Reismehl oder Leinsamenmehl. 
  7. Wer steckt hinter dem Hersteller? – Die meisten Personen interessiert nicht wer hinter den Produkten steckt, die sie täglich konsumieren, dabei kann dies von großer Bedeutung sein, wenn es um das Vertrauen und die Produkte geht. Ein guter Hersteller kennt sich mit Vitaminen und Mineralstoffen, deren Wechselwirkung, der Resorption im Körper und der richtigen Dosierung aus. Er ist bedacht auf Qualitätsprodukte und konsumiert diese auch selbst. Die meisten Produzenten stellen Nahrungsergänzungen nicht für den Zweck her damit Menschen zu Helfen, sondern einfach nur um damit Profit zu machen. Achte genau von wem du deine Produkte beziehst.

[1] https://de.wikipedia.org/wiki/Magnesiumstearat

Wir übernehmen keine Haftung für die Richtigkeit oder die Aktualität des Inhaltes. Dies ist keine ärztliche Beratung und ersetzt auch keine solche. 

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